Viridescence



 

 Sometimes...

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04.03.18 9:55

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WILL YOU BELIEVE ME,
WHEN I TELL YOU,
THAT IT WAS NOHING BUT SEX?


Finn konnte seine Finger während der Fahrt nur schwer bei ihm selbst behalten. Man sah ihm so deutlich an, wie sehr er Taréy begehrte, mit jeder Faser seines Körpers wollte es ihn. Als sie endlich bei der Villa ankamen, machten sie sich beide so schnell wie möglich auf in Taréys Schlafzimmer zu gelangen. Dieses ungezügelte Verhalten wurde von Cloude, dem Butler, mit einem schmunzelnden Kopfschütteln abgetan.
Die beiden Schüler konnten froh sein, dass alle Hausangestellten der Homosexualität nicht abgeneigt war, ansonsten würden die meisten jetzt bestimmt Reißaus nehmen. Allerdings hatte Taréy - nach genau so einem Vorfall wie jetzt eben - darauf geachtet nur tolerante Haushilfen anzustellen. Ein so großes Haus könnte er nämlich niemals alleine in Schuss halten.

Mit einem lauten Knall flog die Schlafzimmertür ins Schloss. Taréy ließ sich mitten auf seinem Bett nieder und bedeutete Finn näher zu kommen. Er würde sich zurücklehnen, entspannen und alle Arbeit fürs Erste dem Blonden überlassen. Der ließ sich das auch nicht zweimal sagen. Er beugte sich über den Sitzenden und streifte ihm das dunkelrote Hemd von den Schultern. Danach griff er nach dem Saum des T-Shirts und begann es langsam über Taréys Kopf zu ziehen. Mit gierigem Blick betrachtete er daraufhin den entblößten Oberkörper des anderen und ließ seine Hand darübergleiten. Taréy ließ sich bereitwillig nach hinten stoßen und streckte die Arme von sich, lieferte sich Finn so komplett aus. Er wollte verwöhnt werden, wollte es dem anderen voll und ganz überlassen seine Bedürfnisse und sein Verlangen zu stillen. Er überstreckte seinen Nacken, entblößte somit seinen Hals. Als Aufforderung dürfte das wohl reichen, oder? Worte waren mittlerweile überflüssig.
Sofort reagierte Finn darauf, setzte sich auf Taréys Oberschenkel und leckte genüsslich über den Hals des Blauhaarigen. Er knabberte etwas daran, wanderte zu Taréys Ohr weiter, küsste sein Ohrläppchen. Doch dann führte ihn sein Weg weiter nach unten, wieder über den verführerisch dargebotenen Hals, bis zu den Brustwarzen des anderen. Finns Zunge umkreiste diese, spielte so lange mit ihnen, bis sie hart wurden und sich Taréys Atem schon merklich beschleunigt hatte. Währenddessen rieb sich Finn an Taréy, konnte spüren, dass seine Tätigkeiten diesen erregten. Mit sichtlicher Genugtuung wanderte Finns Hand schließlich nach unten, öffneten den Gürtel der Hose, die ihm so sehr im Weg war. Finn zog die noch geschlossene Hose ein Stück nach unten, sodass Taréys erregtes Glied noch weiter eingeengt wurde. Dies entlockte dem Blauhaarigen ein gequältes, doch zurückgehaltenes Keuchen. Er beobachtete Finn, konnte die Gier in seinem Blick erkennen, doch hielt er sie erstaunlicherweise ziemlich zurück. Hatte er sich am Anfang in ihm getäuscht? Jetzt zumindest hielt Finn sein eigenes Verlangen im Zaum, um ihn selbst zufrieden zu stellen. Mit minimal zitternden Händen packte Taréy Finns Haare und zog seinen Kopf nach unten. Mit einem lasziven Lächeln öffnete der Blonde daraufhin sowohl den Hosenknopf, als auch den Reißverschluss und zog die Hose mitsamt Boxershorts nach unten. Er betrachtete das Glied vor sich einen Moment, nur um von einem unangenehmen Ziehen an seinen Haaren wieder daran erinnert zu werden, was Taréy eigentlich wollte. Mit strahlenden Augen leckte er einmal über die gesamte Länge von Taréys Glied, blieb dann allerdings bei seiner Spitze und saugte hingebungsvoll daran. Er brachte damit den anderen dazu kehlig aufzustöhnen.
Taréy genoss es, er wollte mehr davon, es fühlte sich so gut an. Finn leckte und saugte an seinem Glied, hob und senkte seinen Kopf in immer schneller werdendem Rhythmus, bis Taréy Finn schließlich stoppte und sich auf den Bauch drehte, ihm seinen Hintern entgegenstreckte. Taréy stütze sich auf seinen Ellbogen ab, streckte eine Hand nach dem Kopfteil seines Bettes aus, um sich daran festzuhalten. Dann drehte er den Kopf nach hinten und meinte mit vor Verlangen bebender Stimme:

"Mach schnell! Fick mich so hart wie du willst!"

Seine Worte gingen in ein langgezogenes, qualvolles Wimmern über, als Finn auch schon in ihn stieß ohne eine einziges Wort der Warnung. Taréy hatte nur den Reißverschluss Finns Hose gehört, dann das Aufreißen der Kondompackung und schon hatte sich Finn in ihm versenkt. Der Schmerz gab Taréy einen Kick, den er schon seit längerer Zeit nicht mehr gespürt hatte. Er mochte diesen Schmerz, er trieb ihn in noch größere Höhen der Lust. Wie auch jener Schmerz, der entstand, als Finn seine Fingernägel in Taréys Haut grub. Er hielt ihn dadurch fest, konnte hart zustoßen, so wie Taréy es gewünscht hatte. Eine Hand krallte sich in seine Schulter, die andere in sein Becken. Das nasse T-Shirt Finns brachte Taréys Körper dazu die Härchen aufzustellen, als der Blonde ihn noch näher an sich drückte. Er konnte nun auch vonseiten Finns Stöhnen vernehmen. Allein das Befriedigen Taréys hatte ihn so sehr erregt, wie nichts anderes. Seine Gedanken waren überschattet von Lust und er hoffte, dass er auch Taréy dazu brachte zu vergessen, was auch immer ihn im Park so beschäftigt hatte.
Mit einem Aufschrei warf Taréy den Kopf in den Nacken, als Finn seine Prostata getroffen hatte. Gleich darauf biss er sich auf die Lippen, um nicht weiterhin haltlos aufzustöhnen. Er wollte nicht schwach wirken, weil er seinen Körper nicht mehr unter Kontrolle hatte. Er wollte diese Laute nicht jemandem schenken, für den er im Grunde nichts empfand. Finn war ein Mittel zum Zweck. Zwar trieb er ihn weiterhin unaufhaltsam und schnell dem Höhepunkt entgegen, doch dennoch ... Taréy empfand es als Schwäche, seine Lust laut herauszuschreien, seine Stimme dazu zu benutzen seinem Partner noch größere Lust zu bereiten.
Es kamen nur noch abgehackte und unterdrückte Laute aus seinem eigenen Mund, wohingegen Finn sich scheinbar überhaupt nicht zurückhielt. Sein Keuchen und Stöhnen füllte den Raum, als sie beide schließlich kamen. Finn brach über dem Blauhaarigen zusammen und begrub ihn unter sich.
Als sie beide wieder einigermaßen zu Atem gekommen waren, drehte sich Taréy mühsam um und meinte:

"Zieh dein T-Shirt aus, es ist nass und kühlt mich beinahe aus, wenn du so auf mir liegst."


Zwar hätte sich Finn lieber etwas wie "Das war umwerfend!" erwartet, doch Taréy hatte damit doch eigentlich nur ausgedrückt, dass er noch weiterhin so liegen bleiben durfte, oder? Die Frage daraufhin war aber auch nicht schlecht.

"Noch eine Runde? Ich hätte nichts dagenen."


Da konnte Finn schlecht nein sagen. Schnell setzte er sich auf, zog sich sein nasses T-Shirt über den Kopf und verschloss seine Lippen gleich darauf mit denen Taréys.



Am nächsten Tag stieg er schon erschöpft aus dem Auto aus. Das konnte ja ein schöner Tag werden. So geschlaucht war er schon lange nicht mehr gewesen. Er war gut möglich, dass Finn und er es gestern etwas übertrieben hatten. Aber was solls, sie waren schließlich jung. Da war es schon noch möglich, dass sie mit einiger Pausen viermal an einem Nachmittag kamen.
Allerdings war ihr kleines Spielchen seinem Hintern nicht zugute gekommen. Jeder Schritt schmerzte Taréy und er konnte nur mit Mühe seine Mimik davor bewahren diesen Schmerz für alle sichtbar auf seinem Gesicht zu zeigen. Der heutige Tag würde sehr lang werden. So sehr der Blauhaarige den Schmerz während dem Sex schätzte, manchmal - wie gerade gestern - sogar brauchte, so hasste er jenen, der am Tag darauf eintrat. Er war es einfach nicht mehr gewohnt Bottom zu sein.
Mit langsamen Schritten ging er zu jenem Treppenhaus der Schule, in dem sich immer nur wenige Schüler aufhielten und in dem es deswegen herrlich ruhig war vor dem Unterricht. Seufzend lehnte sich Taréy gegen die Wand und schloss die Augen.
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04.03.18 10:01

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Bedrückt war er nach Hause gegangen, mit hängenden Schultern, das Gesicht verschlossen, und dennoch konnte man dem zierlichen Rakocz ansehen, wie sehr ihn die Situation mitnahm, in die er geschlittert war. Er hatte es nicht gewollt, hätte sich gar nicht erst auf dieses Treffen einlassen sollen. Weshalb nur hatte Taréy ihn so sehr gereizt, ihm versprochen, dass es kein Date war, nur, um ihm dann zu erklären, dass es doch eines war - und schließlich abzuhauen? Hatte er ihn deshalb gefragt, wie er das Outfit fand? Ob es ihm gefiel? Vielleicht hatte man ihn ja tatsächlich nur als Testlauf benutzt, seine Gefühle missbraucht, die doch ohnehin nicht da sein sollten. Verstehen tat er es dennoch nicht, wollte es auch gar nicht mehr, redete es sich zumindest ein. Er wollte einfach nichts mehr mit dem Älteren zu tun haben, ihn nicht mehr sehen und nicht mehr hören, weder riechen noch spüren können. Nein, er wollte ihn vergessen. Ihn und diese Gefühle, die er ausgelöst hatte.

Die stummen Tränen waren versiegt, bis er zuhause ankam, die Tür aufschloss und eintrat. Stumm stellte er die durchnässten Schuhe aus, ließ die Socken folgen, trug sie durch die Wohnung ins Bad, schmiss sie dort in den Wäschetrog. Anschließend tappte er langsam zu dem kleinen Wohnzimmer, öffnete die Tür, ehe er tonlos Mum? Ich bin wieder zuhause. Und ich hab schon gegessen." herausbrachte, spürte, wie seine Lippe dabei verräterisch zitterte. Dann drehte er sich um, kümmerte sich nicht um die besorgten Fragen, die seine Mutter ihm stellte - "Schatz? Wie war's? Was ist passiert?" Nein, er wollte jetzt nicht mit ihr reden, nicht darüber, was geschehen war, was er fühlte. Sie wusste es doch nicht, wusste nur, dass er sich mit einem Freund hatte treffen wollen - dem ersten Freund, den er in dieser Gegend kennen gelernt hatte.
Stumm schloss er die Badezimmertür hinter sich ab, entledigte sich seiner Klamotten, und trat dann unter das Wasser, das schon bald angenehm warm wurde, seinen unterkühlten Körper hinablief. Und jetzt, hier, alleine, da traten die Tränen wieder hervor, verrieten ihn erneut, während sein gesamter Körper bebte, er sich kraftlos gegen die kalte Wand lehnte. Vielleicht sollte er einfach mit Absicht frieren, damit er den Älteren am nächsten Tag nicht sehen musste? Doch das war nicht möglich, seine Mum würde ihn niemals einfach so zuhause lassen, weder wegen Herzschmerz, den er gar nicht wollte, noch wegen einer einfachen Erkältung, für die er auch noch selbst verantwortlich war.

Mit dem Handtuch um die Hüften geschlungen trat er letztlich aus dem Bad, tappte mit einem Lächeln, das wohl eher einer Grimasse glich, die Stufen zu seinem Zimmer hinauf, nur, um sich dort eine schwarze Boxershort anzuziehen, sich seine Wärmflasche zu schnappen und dann erneut nach unten zu gehen. Während das Wasser zu kochen begann, trat allerdings seine Mutter in die Küche, lächelte ihn an, ehe sie ihm besorgt durch die feuchten Haare strich. "Mum...", wisperte Rakocz entschuldigend, trat langsam einen Schritt zurück, konnte diese Nähe gerade nicht ertragen, zumal seine Gedanken sofort wieder zu Taréy schwenkten, sich an die zarte Berührung erinnerten, die er ihm im Park geschenkt hatte.
Ausgelaugt machte er es sich schließlich in seinem Bett bequem, legte sich hin, versuchte zu vergessen, abzuschalten - zu schlafen. Doch es ging nicht, wann immer er die Augen schließen wollte, sah er wieder Taréy vor sich, wie er diesen Jungen umarmte. .. war dieser Junge.. nicht auch auf seiner Schule? - Oh, wie sehr er die beiden hasste - hassen wollte. Doch alles, was er spürte, war unbändiger Schmerz, eine Kälte, die auch die Wärmflasche nicht vertreiben konnte - und selbst der liebevoll zubereitete Tee, den seine Mum noch gebracht hatte, half nicht, obwohl er sich beim Trinken die Zunge verbrannte, den Schmerz ignorierend, willkommen heißend.


Müde stolperte Rakocz am nächsten Morgen die Treppen in der Schule hinauf. Er hatte tatsächlich nicht zuhause bleiben dürfen, sollte in die Schule, obwohl tiefe Augenringe sein Gesicht verunstalteten, die Rötung in den Augen durch das viele Weinen nur noch deutlicher unterstrichen. Nicht einmal die Blässe seiner Wangen und die Tatsache, dass er seit dem Eis nichts mehr gegessen hatte und er auch keinen Hunger verspürte, war relevant gewesen. So war sein ohnehin erschöpfter Körper noch kraftloser, hatte keine Energiequellen mehr. Es war schließlich unmöglich gewesen, die Reserven wenigstens mit ein bisschen Schlaf aufzubessern.
Endlich war er die Treppen hinaufgeklettert, in dem Gang angekommen, in dem der Raum zu finden war, in dem er die ersten qualvollen Stunden absitzen musste. Es war nur.. gut, dass er so weit vorn saß, da würde er Taréy immerhin nicht anh...
Auf einen Schlag waren die Gedanken hinweggefegt, alles was blieb, war sein Herz, das sich schmerzhaft zusammenzog, als die blauen Augen den Älteren entdeckte. Stehen geblieben war Rakocz, wirkte wie erstarrt, doch schon wieder zitterte seine Unterlippe, die Augen verrieten ihn ebenfalls, glänzten gefährlich - als würde gleich wieder Wasser aus ihnen laufen. Dann aber schien er sich zu fangen, der Blick verhärtete sich, während sich die Lippen zu einem schmalen Strich zusammenpressten, so fest, dass sie weiß wurden. Gleichzeitig wurde die rechte Hand zur Faust geballt, die Fingernägel damit in die Handfläche gepresst. Langsam setzte er sich wieder in Bewegung, würdigte den Älteren keines Blickes mehr, ging an ihm vorbei, reagierte nicht auf mögliche Worte oder Gesten. Stattdessen stellte er den Ranzen ab, etwas derber als beabsichtigt, ehe er sich von Taréy abwandte, den Gang in die andere Richtung hinabblickte. Keine Menschenseele, alle noch auf dem Weg zur Schule oder draußen auf dem Hof.
Er.. er wollte ihn nicht sehen! Und schon gar nicht allein mit ihm sein!

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04.03.18 10:03

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I PROBABLY MADE A MISTAKE
BY WANTING TO FORGET WHAT HAPPENED.
MAYBE IT WOULD HAVE BEEN BETTER TO KEEP IT IN MEMORY,
SO I WON'T DO THE SAME THING AGAIN.


Lieber Himmel ... Seine Freunde würden ihn heute wohl den ganzen Tag damit aufziehen, dass er es gestern wohl zu heftig getrieben hatte. Sie konnten einfach nicht anders, machten sich einen Spaß daraus ihn mit seinen Lovern aufzuziehen. Immerhin wussten sie, dass sie ihn so schnell nicht mit einem festen Freund sehen würden, den sie dann vollquatschen konnten. Also hatten die sechs beschlossen sich hin und wieder einfach über ihn lustig zu machen. Zwar unterließen sie es meistens in seiner Nähe, wenn Taréy sie schlussendlich kalt ansah, doch dann taten sie es eben, wenn sie unter sich waren, weil Taréy sich mal wieder abgesondert hatte.

Als Taréy Schritte auf sich zukommen hörte öffnete er seine Augen wieder. Vor ihm stand Rakocz, welcher ihn mit kaltem, abweisenden Blick ansah. Er hatte sich wohl entschieden, wie er sein Leben weiterleben wollte. Lieber wollte er seine wahren Gefühle verstecken, als sie sich einzugestehen und fortan glücklicher zu leben. Warum sonst sollten ihn diese himmelblauen Augen sonst so schmerzlich hart ansehen?

"Dann hast du dich wohl entschieden dein Leben so weiterzuleben wie bisher. Schade. Ich kann nur für dich hoffen, dass du dir eines Tages eingestehst, was du wirklich fühlst."

Das war es dann wohl mir ihrer gerade erst begonnenen Freundschaft, mit der Anziehung zwischen ihnen beiden, die Taréy jetzt, da Rakocz emotional noch weiter von ihm entfernt war als gestern nach dem Eisessen, immer noch so überdeutlich spüren konnte. Womöglich mochte diese Anziehung ab jetzt nur noch einseitig sein, doch es war trotzdem etwas, das Taréy bisher noch nie gekannt hatte. Normalerweise hatte er nur Lust und Verlangen beim Anblick eines anderen Jungen gespürt, doch bei Rakocz war da diese Fürsorge, dieser Beschützerinstinkt, und sie machten ihn beinahe wahnsinnig. In ihm schrie alles danach zu dem Kleineren zu gehen, ihn an sich zu drücken und all dessen Gedanken mit Küssen fortzuschwemmen, doch sowohl Fürsorge als auch Beschützerinstinkt sagten ihm, dass er Rakocz gehen lassen musste, wenn dieser es so wollte. Er konnte dem anderen nicht schon wieder seinen Willen aufzwingen und ihn seine eigenen Gedanken nicht mehr hören lassen.
Was Taréy allerdings verwunderte, waren die dunklen Augenringe, die nun auf Rakocz Gesicht zu sehen waren. Außerdem wirkte dessen Körper erschöpft, kraftlos und nicht einfach nur ablehnend. Was war gestern Abend noch mit ihm geschehen? Doch ehe Taréy den Kleineren darauf ansprechen konnte, kamen zuerst Theo, Aylin und Darian und dann auch noch Keyla, Lyon und Yaku um die Ecke und begannen schon von Weitem zu lachen. Sie wussten, dass es nur eines bedeuten konnte, wenn Taréy so müde während der Schule aussah. Er hatte sich am Vortag ausgiebig vergnügt. "Na, hattest du gestern wieder Spaß?" Dieses Kommentar kam von Yaku, seinem eigentlich besten Freund. Er zählte alle Mitglieder dieser Clique zu seinem Freundeskreis, doch mit ihm verstand er sich irgendwie am besten.

Yaku:
 
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04.03.18 10:10

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Die Worte, sie schmerzten, wälzten alle Schuld auf ihn, obwohl er doch nichts dafür konnte. Wie sollte er denn glücklicher leben, wenn man ihn so... so... ja, was tat man denn eigentlich genau mit ihm? Er konnte es selbst nicht benennen, kein Wort dafür finden, doch es tat weh, das wusste er. Die Gewissheit, dass es für den Älteren nicht mehr als ein Spiel war, er austauschbar war, durch einen Jungen, der scheinbar so viel mehr bieten konnte, ließ dieser Berührungen doch einfach so zu, war unerträglich - nicht, weil er den anderen liebte, zumindest glaubte er das nicht - nicht nach so kurzer Zeit -, vielleicht aber, weil er sich... verachtet fühlte? Als ein Objekt der Freude, sowohl der körperlichen als auch der geistigen? Ja, Taréy machte sich innerlich bestimmt über ihn lustig, dass er so leicht auf ihn hereingefallen war, sich so schnell hatte bezirzen lassen.

Schweigend starrte er den Gang entlang, hörte schließlich Schritte, dann Worte, die ihn noch mehr verletzten, obwohl sie nicht von Taréy stammten. "Na, hattest du gestern wieder Spaß?" Es war förmlich ein Zusammenzucken, dass den zierlichen Leib erfasste, ehe er sich auf die Lippen biss. Die noch von gestern gereizte Haut sprang auf, ließ Blut hervortreten, das metallisch schmeckte, als er mit der Zunge über die Wunde fuhr. Doch obwohl ihn dieser Schmerz ein wenig von dem in seinem Inneren ablenkte, drehte er sich um, schenkte allen einen vernichtenden Blick, während er durch ihre Mitte stapfte. Vor Taréy blieb er stehen, blickte ihn an, und für einen kurzen Moment schimmerte die ganze Enttäuschung, der ganze Schmerz in seinem Blick, ehe er wieder hart wurde, abweisend. Nein, er wollte seine Gefühle nicht zeigen - seine Worte aber taten es wohl noch deutlicher, wenn auch unterschwellig. "Ja, hattest du Spaß? Mit diesem blonden Engel, der dich so viel einfacher an sich ran ließ als ich?" , wütend presste er erneut die Lippen aufeinander, verteilte dadurch das heraustretende Blut, ehe er Taréy einen vernichtenden Blick schenkte, in dem erneut alles zu sehen war, was er fühlte: Schmerz, Wut, Verwirrung, Enttäuschung. "Weißt du, Taréy, fick dich einfach. Dich und dein Leben. Aber lass mich da raus." Es tat weh, diese Worte auszusprechen, sie so unbarmherzig hervorzustoßen, leise, nur für Taréy bestimmt. Noch bevor er dagegen ankämpfen konnte, traten Tränen in seine Augen, die erste kullerte bereits über seine Wange - und noch ehe der Ältere reagieren und ihn festhalten konnte, stürmte Rakocz förmlich los, den Gang entlang, die Treppen hinab, ins Klo, und dort in eine der Kabinen. Die Mitschüler, die sich langsam den Unterrichtsräumen näherten, ignorierte er, würdigte sie keines Blickes - sie hingegen umso mehr. Doch es interessierte ihn nicht.
Schwer atmend und am ganzen Leib zitternd schloss er ab, sank an der Tür hinunter. So früh am Morgen würde der Boden bestimmt noch sauber sein. Und wenn nicht, dann war es auch egal. Dann würde man ihn zumindest nicht mehr anrühren. Wenn er denn überhaupt wieder hier heraus kam. Er wollte nicht wieder raus, wollte hier den Tag verbringen, allein. Wie sollte er denn den Tag überstehen, wenn er den Weltbildzerstörer die gesamte Zeit über in seiner Nähe wusste? Ahnte, dass zwischen ihm und diesem blonden Kerl mehr gelaufen war?
Mit einem leisen Schluchzen vergrub Rakocz das Gesicht in den Händen, lauschte, doch es war nichts zu hören. Scheinbar war er Taréy also tatsächlich egal. Auch gut. Dann konnte er ja wirklich hier sitzen bleiben. Der Schulgong unterstützte seinen Plan schließlich, läutete zur ersten Stunde, während er noch immer auf dem Boden saß. Doch er hatte nicht vor, aufzustehen und sich so der Klasse zu zeigen. Das würde doch ohnehin nur schief gehen.

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04.03.18 10:11

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TO LET YOU ALLOW TO SIT HERE
KNOWING, THAT YOUR HEART IS WOUNDED AND BROKEN INTO PIECES,
IS THE HARDEST THING I COULD DO AT THE MOMENT.


Taréy antwortete Yaku nicht, auch sah er seine Freunde nicht an. Alles, worauf sich sein Blick richten konnte, war Rakocz. Er stand dort an der Wand, starrte in die Leere und sah so unglaublich müde und verletzt aus. Hatte es ihm wirklich so zugesetzt, dass er gestern Abend einfach gegangen war? Er hatte doch nur gewollt, dass der andere darüber nachdenken konnte, was wirklich in ihm los war, dass er sich klar wurde, was er fühlte, sich selbst für diese Gefühle entschied und sie nicht von einem anderen für ihn entschieden wurden. Einen ganz kurzen Moment wurde Taréy leichter ums Herz, als er sah, dass Rakocz wieder auf ihn zukam. Doch gleich im nächsten Moment wurde dieses bisschen Hoffnung, dass sich der Kleinere doch nicht gegen ihn entschieden hatte, zunichte gemacht. Es lag ein so hasserfüllter Blick in den Augen des anderen, dass sich Taréy sofort unwohl fühlte. Doch die Worte, die darauf folgten, ließen endlich alles klar erscheinen. Rakocz war nicht enttäuscht, dass Taréy ihn einfach dort in der Eisdiele hatte sitzen lassen, nein, augenscheinlich war er so aufgebracht, weil er Taréy mit Finn zusammen gesehen hatte. Der Kleine war ihm also tatsächlich gefolgt, um ihn zurückzuholen? Hatte er sich so schnell entschieden, das er Taréy nicht fortgehen lassen wollte? Rakocz hatte also beschlossen, dass er darauf eingehen wollte, was Taréy mit ihm anstellte. Und dann musste er mitansehen, wie dieser die Arme um einen anderen Jungen schlang und diesen küsste. Welch ein Idiot er doch gewesen war! Warum nochmal hatte er sich auf Finn eingelassen? Weil es einfacher war? Eine Ablenkung? Etwas, das er gut konnte? Er hatte seine Gedanken von dem abbringen wollten, was ihm insgeheim von Anfang an klar gewesen war. Dass Rakocz anders war, als alle Jungen, die er je getroffen hatte. Und dass dieser schüchterne Junge irgendwas in ihm berührt hatte.

Doch, dass ihm Rakocz wirklich etwas Bedeutete, das erkannte Taréy erst, als er dem Jüngeren nach dessen hervorgepresstem 'Lass mich in Ruhe.' hinterher ging. Auf die seltsamen Blicke, die ihm seine Freunde zuwarfen, achtete er nicht. Es war normalerweise nicht seine Art Typen nachzulaufen, die ihn verfluchten und den Tränen nahe waren. Das kam nicht allzu selten vor. Also war es schon eine Besonderheit, dass ihn diese Aktion diesmal nicht kalt ließ.
Ganz so schnell war er dabei allerdings nicht, denn er wollte es so gut es ging vermeiden, höllischen Schmerzen ausgesetzt zu sein. Er hätte sich wohl gestern wirklich nicht durchficken lassen sollen. Aufgrund seines langsamen Vorankommens, verlor er Rakocz schließlich aus den Augen. Er brauchte einige Zeit, bis er schließlich herausfand, wo sich der Kleinere befand. Mittlerweile hatte die Schulglocke schon zur ersten Stunde geläutet, doch Taréy kümmerte dies nicht. Er konnte die jetzige Situation nicht einfach so stehen lassen, wie sie momentan war. Doch andererseits traute er sich auch nicht die Tür zur Jungentoilette zu öffnen. Diesmal war er es, der zögerte, weil er Angst davor hatte, was seine eigenen Gefühle betraf. Er wusste, dass Rakocz für ihn nicht einfach irgendein dahergelaufener Junge war, den er einfach so wegwerfen konnte. Mit sich selbst hadernd stand Taréy also vor der Toilette, den Kopf an die Türe gelehnt, nicht fähig sich irgendwie zu bewegen.

Als schließlich restlos alle Schüler in den Unterrichtsräumen verschwunden waren, wagte Taréy es schließlich die Türe zu öffnen. Es half nicht. Auch wenn er sich selbst einredete, dass er nichts für Rakocz empfand, dann lag er falsch. Und dieses Gefühl würde sich auch nicht in Luft auflösen, nur weil er hier vor einer WC Türe stand und sich nicht hineintraute. Er verhielt sich ja wie jemand, der Angst vor dem hatte, das hinter der Türe wartete. Doch so war er nicht. Er hatte keine Angst! Hatte kein Bedenken für das, was er selbst fühlte. Er wollte nur Rakocz wieder glücklich sehen. Das war alles. Also ging er mit langsamen Schritten in die Toilette und hielt vor der einzigen verschlossenen Türe an. Leises Schluchzen drang an sein Ohr, doch dann hörte er nur noch hektisches Atmen.
Taréy wusste, dass er nicht so gut mit Worten der Entschuldigung umgehen konnte, wie mit solchen der Verführung. So leicht er sich sonst auch tat alles frei auszusprechen, jetzt war seine Kehle trocken und kein Wort wollte darauf hervorkommen. Also nahm er eine Münze aus seiner Hosentasche und sperrte so das Schloss der Kabine auf, hinter der sich Rakocz verbarg. Langsam öffnete er die Türe, bis er den Kleineren am Boden kauernd sah. Etwas mühsam kniete er sich zu ihm auf den Boden, konnte ein schmerzvolles Stöhnen jedoch nur unzureichend unterdrücken. Es erschütterte Taréy, den Kleineren so aufgelöst zu sehen. So durcheinander nur wegen ihm selbst. Wenn es Rakocz betraf fühlte sich alles ganz anders an. Es kümmerte ihn auf einmal, wie es dem anderen ging, was er fühlte. Rakocz war so anders als alle anderen Menschen die er kannte, so viel empfindlicher, gefühlvoller, unschuldiger. So unglaublich viel mehr seiner Liebe wert. Mit einem zitternden Seufzen schloss er seine Arme um den kleinen Körper, der da am Boden kniete und drückte ihn an sich. Er wusste, dass er seiner Stimme im Moment nicht vertrauen konnte, deswegen versuchte er Rakocz mit dieser Umarmung zu zeigen, dass er sich doch um ihn sorgte, dass es ihm nicht egal war, wie es dem anderen ging. Dass er selbst nicht wollte, dass sich Rakocz schlecht fühlte.

Eine von Tareys Freundinnen:
 
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04.03.18 10:15

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Es schien tatsächlich niemanden zu interessieren, wo er war, wo er blieb. Oder aber Taréy und seine Freunde hatten dem Lehrer nicht gesagt, dass er bereits da gewesen war, nur wieder gegangen war. Gehen... das wäre eine gute Idee. Vielleicht. Noch aber, da konnte er nicht, raffte sich nur dazu auf, sich vor die Toilette zu hieven, dort wie ein Schluck Wasser zu hängen, die Beine angezogen, mühsam mit den Armen umschlungen, während ihm die Tränen über die Wangen liefen. Tränen der Wut, aber vor allem die des Schmerzes.
Ohne Zeitgefühl blieb Rakocz hier zurück, fühlte sich verlassen, von Taréy, von der Menschheit.. von der ganzen Welt. Sekunden verstrichen, Minuten, wenn nicht gar Stunden. Das einzige, das ihm zeigte, dass er noch nicht länger als 45 Minuten hier sitzen konnte, war das Ausbleiben der Klingel, die das Ende der Stunde ankündigte. Nicht einmal 45 Minuten, die qualvoll langsam verstrichen, schlimmer waren als jeder Unterricht - eine gefühlte Ewigkeit, ein ganzes Menschenleben. - aus welchem Grund war er nicht einfach liegen geblieben, hatte verschlafen, um sich diese Szene nicht geben zu müssen?
Ein erneutes Schluchzen verriet den zierlichen Jungen, ehe er verstummte, lauschte. Schritte erklangen, die nicht eilig eine der Kabinen aufsuchten, sich stattdessen zu nähern schienen. Es fiel ihm schwer, die Laute des Schmerzes zurückzuhalten, eine unruhige Atmung war die Folge - etwas, das sich nur noch verschlimmerte, als er sah, wie sich das Schloss der Tür langsam öffnete, wie von selbst. Was wollte man von ihm? Es war doch ohnehin egal, niemand konnte wieder gut machen, was geschehen war - zumal nur eine einzige Person etwas dafür konnte, dass es ihm so schlecht ging. Vielleicht trugen auch zwei die Schuld - Taréy und dieser blonder Junge, den er hier schon auf dem Schulhof gesehen hatte.
Nur einen Moment lagen die verheulten Augen auf dem Älteren, ehe sich Rakocz' Kopf automatisch drehte, sich damit von Taréy abwandte, während er sich wieder auf die geschundene Lippe biss, erneut Blut schmeckte. Der metallische Geschmack lenkte ihn ab, ließ ihn die Augen schließen, ehe er "Was willst du?" hervorpresste - kaum hörbar, wie es schien sogar so leise, dass man ihn überhörte, seine Frage einfach überging. Unverständnis lag in seinem Blick, als Taréy sich langsam zu ihm kniete, doch schon kurz darauf war dieser Unglaube, diese Überraschung, erneut dem Schmerz und besonders dem Misstrauen gewichen. Sein ganzer Körper versteifte sich, reagierte auf die plötzliche Nähe, die er einerseits so sehr ersehnte, auf der anderen Seite aber auch hasste, vermeiden wollte. Weshalb.. tat Taréy ihm das an? Noch fester wurden die Zähne auf die Lippen gepresst, und die Tränen, die nun auf's Neue flossen, während er in Taréys Armen zitterte, nicht wusste, was er tun und wie er reagieren sollte. Alles erschien falsch, nicht das, was er wollte - weder verharren noch nachgeben oder gar darum flehen, dass der Ältere ihn jetzt nicht allein ließ. Und gleichzeitig war es genau das, was er wollte - alle drei Dinge auf einmal.
Langsam regte sich Rakocz schließlich, löste die Arme von den Beinen, nur, um die Handflächen an Taréys Brust anzulegen, kurz zurückzuzucken bei dem Gedanken daran, dass die Haut unter dem Stoff vermutlich erst diese Nacht durch andere Hände berührt worden waren. Durch Hände, die er sich nicht vorstellen wollte. Nicht auf Taréy. Es wäre sicherlich etwas anderes gewesen, wenn der Ältere ihn zuvor nicht so gereizt hätte, nicht einfach seinen Löffel abgelehnt hätte, den er wirklich hatte loswerden wollen. Trotz, dass ihn seine eigene Tat, die plötzliche Sicherheit in der Bewegung, verwirrt hatte.
Doch jetzt, da waren die Bewegungen langsam. Statt Taréy von sich zu schieben, wie es ursprünglich geplant war, auch für einen winzigen Moment versucht wurde, krallten sie sich in das Shirt, hielten Taréy bei sich, während er den Mund mit einem zittrigen Ausatmen wieder öffnete. "Was willst du?" , wiederholte er also, doch es waren nicht nur diese Worte, die seine blutenden Lippen verließen, "Mir zeigen, wie erbärmlich ich bin? ... Wie... wie... wie gut du.. Männer... Jungen v-verführen kannst? Und.. und.. w-wi-wie le-leicht ich... zu... ..." Kurz stockte er, scheute sich davor, die Worte auszusprechen, die ihn irgendwie interessierten. Ob er leicht zu haben war? Ob Taréy ihm das hatte zeigen wollen? Für einen Moment zwang Rakocz sich dazu, seine Finger zu lösen, obwohl die Nähe auf eine Art und Weise gut tat, die ihm unangenehm war in einer solchen Situation. Doch... es musste doch eine Bedeutung haben, dass der Größere ihm gefolgt war, oder? Oder hatte ihn nur der Lehrer geschickt, weil er wusste, dass Taréy mit vielen Menschen gut auskam?
Zögernd bohrten sich die Finger wieder in den Stoff - dann aber übte Rakocz erneut Druck aus, schob Taréy ein Stück von sich, ihn noch immer haltend. Er sollte nicht gehen. Sollte ihm seine Fragen beantworten, so sehr er sich auch vor den Antworten fürchtete. Und diese Furcht, sie musste ganz deutlich in seinen Augen liegen, als er weiter sprach, Frage um Frage an Taréy richtend, ihm dabei sogar in die Augen schauend.
"W-w-wenn du mir n-nur zeigen willst, d-da-dass ich.. erbärmlich bi-bin.. dann.. dann geh. Bi-bitte. An-an- anson-sonsten... wieso? Wieso... ich? Wie-wieso... er? Was... was f-fü-füh.fühlst.. du?"

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04.03.18 10:22

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I HAVE TO CHOOSE:
THE FAMILIAR IN WHICH I HAVE FLED MYSELF ALL THESE YEARS
OR THE NEW THAT MAKES ME SO AFRAID.
AM I STRONG ENOUGH TO MAKE UP MY MIND FOR THE LATTER?


Die Hände die sich auf einmal auf seine Brust legten, fühlten sich warm an, zitterten jedoch merklich. Es betrübte Taréy zu sehen, wie sehr es den Kleineren mitgenommen hatte, dass er sich auf Finn eingelassen hatte. Und genau dieser Umstand bewirkte bei Taréy, dass er dies zutiefst bereute. Er hatte Rakocz nicht verletzen wollen, war sich nicht bewusst gewesen, wie tief die Gefühle des Kleineren schon jetzt gingen.
Als Rakocz schließlich zu sprechen begann, hörte Taréy ihm aufmerksam zu, obwohl er mit sich kämpfen musste, nicht seine Hand auszustrecken und das Blut auf Rakocz' Lippe fortzuwischen - was jedoch sowieso nichts geholfen hätte, da sogleich neues hervorgetreten wäre. Er hielt den Kleineren immer noch fest, obwohl dieser ihn schließlich etwas von sich schob. Auch wenn Rakocz ihn darum gebeten hätte seine Hände gänzlich von ihm zu nehmen, so hätte Taréy es nicht gekonnt. Er wollte den anderen an sich drücken so fest es ging, wollte alles wieder so haben, wie es gestern Nachmittag noch gewesen war. Er wollte wieder Hand in Hand mit Rakocz durch den Park spazieren, wollte ihn küssen, ihn glücklich sehen. Und dieses Gefühl, das da in seinem Herzen war, das immer stärker wurde, je mehr er darüber nachdachte, das machte Taréy Angst. Er hatte so etwas noch nie gefühlt, hatte sich über die Liebe immer nur lustig gemacht. Und jetzt war er selbst jemand, der sich von seinen Gefühlen beherrschen ließ.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der er über all dies nachgedacht hatte, begann er endlich zu sprechen:

"Ich wollte dir nichts beweisen. Ich wollte dir nur nicht meinen Willen aufdrängen, so lange, bis du dich gar nicht mehr eigens für oder gegen etwas entscheiden kannst. Ich wollte mich ablenken, wollte die Gefühle, die du in mir auslöst, durch andere verdrängen, sie ertränken. Ich bin es nicht gewohnt so etwas zu empfinden wie Beschützerinstinkt oder Zuneigung. Alles was ich wollte war, mein Leben so zu leben wie es war. Und dann kommst du und stellst es so auf den Kopf. Binnen eines Tages hab ich dich mehr in mein Herz geschlossen, als ich für möglich gehalten hätte. Wie sollte ich da denn anders reagieren?"

Es kostete Taréy viel Kraft diese Worte wirklich auszusprechen und es nicht dabei zu belassen sie gedanklich zu formulieren. Doch er schaffte es, legte all die Gefühle in diese Worte, die ihn beinahe zerspringen ließen vor Glück, aber auch vor Angst. Wie konnte er sich sicher sein, dass ihm dieses Hoch, das ihm Rakocz bescherte, nicht schon bald wieder abhanden kam? Wie hatte er sich selbst nur erlauben können so etwas zu fühlen? Es würde doch nur wieder so enden, dass er alleine war, dass der andere ihn verließ. So wie auch seine Eltern einfach weg waren, ohne, dass er den Grund dafür kannte oder sich auch nur irgendwie erinnern konnte was passiert war. Doch diese Gedanken konnte Taréy nicht aussprechen, viel zu lange hatten sie sich still in ihm befunden, nur von ihm selbst gehört. Er konnte die Worte, die er bisher gesprochen hatte nur so liebevoll wie möglich klingen lassen.
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04.03.18 10:26

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Die Zeit, die verstrich, war erneut eine halbe Ewigkeit, beinahe so schlimm wie die zuvor, in der er allein gewesen war, nur sich und seine Gedanken gehabt hatte. Dieses Mal aber war es anders. Es war quälend, auf eine Antwort zu warten, ständig in der Hoffnung, dass sich alles aufklären würde, sich seine Vermutung nicht bestätigten - und gleichzeitig in der Angst, dass sie es taten, Taréy ihm vielleicht sogar klar machen wollte, dass es nichts werden konnte, wenn er so eifersüchtig war. Schließlich schien der Ältere dieses Gefühl überhaupt nicht zu kennen.
Noch während Taréy sprach, kullerten neue Tränen über Rakocz Wangen, wieder wurde die Lippe malträtiert, von neuem gereizt, damit der seelische Schmerz auf den Körper abgelenkt, so gut es eben ging. Doch es reichte nicht, um den Gedanken zu verdrängen, dass er an all dem ja irgendwie selbst Schuld war, nur nicht so unsicher sein sollte - und gleichzeitig, da konnte er nicht anders, selbst jetzt nicht. Er war nicht gut genug, für nichts, scheinbar nicht einmal zur Ablenkung. Und mit diesen Worten hatte Taréy ihm das nicht nur irgendwie angedeutet, sondern ihm auch noch bestätigt, was er ohnehin längst vermutet hatte. Das Wissen darum aber schmerzte. Egal, was Taréy sagte, es tat weh, das zu wissen - nicht, weil er den Älteren... oder doch? Liebte er ihn? Oder war zumindest verliebt?
Er wusste es nicht. Doch was sein Herz so zu zerreißen schien, war schlicht und ergreifend die Tatsache, dass man ihn so sehr bezirzt hatte, dass er nicht mehr gewusst hatte, wo er hinsollte. Was er tun konnte und durfte, was normal und was falsch war. Wie in eine Ecke gedrängt hatte er sich gefühlt, zumindest für einen kurzen Moment, und dieses Gefühl kehrte nun zurück. Sollte er nun Mitleid zeigen dafür, dass Taréy selbst nicht zu wissen schien, was er fühlte? Nein, das war falsch ausgedrückt - der Ältere Angst hatte vor dem, was er fühlte?
Zögernd schüttelte Rakocz den Kopf, mehr über seine eigenen Gedanken, löste eine Hand aus dem weichen Stoff, um sich damit über das Gesicht zu fahren, die Tränen fort zu wischen - obwohl es nicht lange hielt, schon bald die nächste aus seinem Augenwinkel trat. Kraftlos ließ er seine Hand allerdings sinken, kümmerte sich weder um das Blut auf seiner Lippe noch um das Salzwasser, das an seiner Wange kitzelte. Stattdessen lag sie nun auf seinem Schoß, hilflos zu einer Faust geballt, die sich immer wieder öffnete, nur, um sich dann wieder zu schließen - eine Beschäftigung, die nicht direkt von Wut herrührte, einfach nur von Ratlosigkeit. Die andere Hand aber hing noch immer in dem Stoff, weigerte sich, diesen freizugeben.
Unsicher hoben sich die bebenden Mundwinkel, als Rakocz Taréy wieder ansah. Gezwungen musste diese Geste wirken, erreichte das Lächeln doch nicht seine Augen. Dennoch war es ernst gemeint, so irgendwie. Zumindest spiegelte es erneut so viel, was er fühlte, präsentierte die Emotionen förmlich auf dem Silbertablett eines Königs, der es gewohnt war, von großen Platten zu speisen.
Dann, endlich, öffnete er den Mund erneut, brachte "Ich... ich.. we-weiß nicht.." hervor, zögerte, starrte auf die Hand, die sich in das karierte Hemd gekrallt hatte, ehe er leise meinte: "Aber... i-ich.. ich weiß, dass... ich m-m-m- mehr a-als .. e-ei-ein.. ein.. F- fick sein will. Und... ich.. wi-wissen will, wo-woran ich bin. O-ob... ob..." Bebend verstummte er, konnte nicht aussprechen, was ihm auf der Seele lag. Sollte er den Älteren in Ruhe lassen? Sich darauf einstellen, erneut eine Szene wie die am Tag zuvor zu erleben?
Fest presste Rakocz die Lippen aufeinander, verteilte damit den roten Lebenssaft. Gleichzeitig rutschte die Hand von dem Stoff ab, verfing sich kurz in dem roten Band, das als Schal fungierte. Vorsichtig befreite er die Finger, die letztlich zögernd in der Luft hingen, nicht sicher, ob sie sich wieder in das Hemd bohren sollten oder ob es besser für seine eigene Gesundheit war, wenn er sich gänzlich von Taréy löste. Etwas, das er auf keinen Fall wollte.
So schlecht hatte er sich nicht einmal gefühlt, als sein Vater ausgezogen war...

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04.03.18 10:27

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WHAT DO I REALLY FEEL?
SYMPATHY, LOVE?
OR IS IT JUST THE LONELINESS THAT MAKES ME DO THESE THINGS?


Es war irgendwie so, als könnte Taréy dem Kleineren irgendwie nicht wirklich begreiflich machen, was genau in seinen Gedanken los war, was er fühlte, was ihn daran gehindert hatte gestern einfach bei Rakocz zu bleiben. Es war einfach so neu für ihn, dass er Zuneigung fühlte. Wie war es nur passiert, dass er sich so schnell emotional hatte einlassen können? Das konnte doch nicht sein! In diesem Gebiet kannte er sich doch gar nicht aus. Wie sollte er sich denn ab jetzt verhalten? Wie konnte er gleichzeitig nett sein, wenn er doch diese unwiderstehliche Anziehung zwischen sich und Rakocz verspürte?

Sein Herz zog sich zusammen, als er sah, dass Rakocz immer noch die Tränen über die Wangen liefen. Er wollte sie wegwischen, wie er zuvor schon das Blut an seiner Lippe hatte fortwischen wollen. Doch er kam nicht dazu, denn schon ließ der Kleinere sein Hemd los und befreite sich selbst von den Tränen auf seinem Gesicht. Ohne etwas zu sagen starrte Taréy zuerst Rakocz Hand an, die auf dessen Oberschenkel lag, dann jene, die sich immer noch in sein Hemd krallte. Es löste ein warmes Gefühl in Taréy aus, dass sich der andere so an ihn krallte, ihn nicht loslassen wollte. Es bestätigte dem Größeren, dass er ihm nicht so böse war, wie er es hätte sein könnte. Und als Rakocz dann auch noch lächelte, zwar ein etwas gezwungenes Lächeln, aber dennoch ein Anfang. Der andere empfand etwas für ihn. Er ... war eifersüchtig auf Finn! Diese Erkenntnis ließ Taréy erstaunt und zittternd einatmen. Er hatte schon viele Jungen erlebt, die eifersüchtig auf andere waren, weil sie in Taréys Nähe hatten sein dürfen und sie selbst jedoch nicht. Bei den anderen hatte er diese Reaktion immer nur als nervtötend empfunden, als kindisch. Oder doch eher als eine Art, die Erwachsene an den Tag legten und die vollkommen unnötig und irrational war. Doch bei Rakocz empfand er es anders. Bei ihm war dieses Gefühl der Eifersucht gepaart mit etwas anderem, mit Zuneigung Taréy gegenüber, mit Enttäuschung darüber, dass er den Kleineren so verletzt hatte.
Als Rakocz jedoch schließlich sagte, dass er etwas Besonderes in Taréys Leben sein wollte, jemand, den er nicht einfach so wieder wegwarf, nachdem er sich mit ihm vergnügt hatte. Einerseits fühlte Taréy genau dasselbe, doch andererseits war da ein Riegel in seinem Inneren, der ihn davon abhielt Rakocz genau dies zu sagen. Stattdessen wich er aus, ging auf etwas anderes ein, das er bemerkte und ihn irgendwie zum Lächeln brachte.

"Seit wann benutzt du denn Wörter wie 'Fick'? Das passt gar nicht zu deiner unschuldigen Art."

Vorsichtig streckte er eine Hand nach Rakocz Wange aus, strich zärtlich darüber, eher er erneut seine Hände um den zierlichen Körper schlang. Diesmal jedoch nicht zwingend, um den Kleineren zu umarmen - obwohl er dies natürlich überaus gerne tat - sondern um ihn vorsichtig hochzuheben. Eine Hand hatte er diesmal unter Rakocz Knie geschoben, die andere um seinen Rücken. Der Größere wollte nicht länger hier in der Toilette sitzen. Er wollte dies lieber in etwas privaterem Raum tun. Auch wenn sich Rakocz nun vielleicht wehren würde, so wollte Taréy ihn nicht gehen lassen. Er wollte weiter mit ihm reden, ihn weiter berühren. Gott! Es war alles so verwirrend. Er fühlte sich so, als hätte er zwei Seiten in sich. Eine, die sich Rakocz öffnen wollte, die auf seine Gefühle eingehen wollte. Und eine, die so weit wie möglich von ihm fortlaufen wollte. Doch welche Seite war stärker? Für welche würde er sich letztendlich entscheiden?

"Lass uns zu mir nachhause fahren und dort weiterreden. Hier auf der Toilette wird es mir langsam unangenehm."

Behutsam richtete sich Taréy auf, diesmal zwar ebenfalls nicht schmerzlos, doch er biss die Zähne zusammen, gab nur ein Zischendes Geräusch von sich. Schon vorher hatte er seinen Butler angerufen und ihm gesagt, dass er ihn von der Schule abholen sollte. Taréy hatte gewusst, dass er heute nicht mehr in den Unterricht gehen würde.
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04.03.18 10:33

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Who am I? Why do I feel like I do?
Am I a stranger in myself?


Es war ein seltsames Gefühl, so auf eine Antwort zu warten und sie gleichzeitig zu fürchten, nicht zu wissen, mit was man rechnen durfte und was zu akzeptieren war, weil es sich ohnehin nicht ändern würde. Wie ein Strohhalm im Wind fühlte Rakocz sich, hin und her geworfen von den verschiedenen Windströmungen - Wünschen - die er in sich trug. Und jeder einzelne konnte dafür sorgen, dass er vollends kollabierte, zu keinem anständigen Gedanken mehr fähig wäre. Einfach nur noch intuitiv handeln und selbst dabei noch mit sich hadern würde, wusste er doch nicht, ob er lieber fliehen wollte vor dem, was ihm drohen könnte, oder er sich an Taréy klammern würde, ihn nicht gehen lassen wollte - mit allen Mitteln verhindern, dass er ihn alleine ließ in diesem seltsamen Gefühlswirrwarr, das ihm so fremd war - durch das er sich selbst so fremd wurde.
Doch Taréy wich aus, gab dem bebenden Jungen damit eine Galgenfrist, die Rakocz schon beinahe dankbar und erleichtert aufnahm statt verärgert zu sein. Zumal er mit seiner Aussage bewirkte, dass der Jüngere unsicher den Blick abwandte, wieder auf die geschundene Lippe biss. Dann aber zuckte er kurz überfordert zusammen, hatte nicht mit einer solch zärtlichen und... besänftigender Geste gerechnet. Im nächsten Moment tat es ihm allerdings schon wieder Leid, dass er nicht anders hatte reagieren können, und das selbst jetzt, als er auf die Berührung vorbereitet war, die folgte, sein Körper verkrampfte, Taréy abwehrte - ein Schutzmechanismus, den Rakocz wirklich gern ausgestellt hätte, hatte die Umarmung zuvor doch durchaus gut getan. Immerhin schien der Ältere sich nicht daran zu stören, handelte einfach weiter, zog ihn zu sich und erhob sich dann mit ihm. Hilflos klammerte sich Rakocz in das helle Hemd, zappelte einen Moment, ehe er sich zum Stillhalten zwang.
Sich selbst nicht mehr verstehend, nickte er letztlich, stimmte somit zu, obwohl es eigentlich unwichtig gewesen wäre, wirkte Taréy doch nicht so, als würde er eine Diskussion oder eine Absage dulden, zulassen. Doch auch hier gab es zwei Seiten in Rakocz - eine, die sich davor fürchtete, allein mit Taréy zu sein, sich wieder von ihm einlullen zu lassen, nur, um dann wieder verletzt zu werden. Die andere aber, die wollte mit gehen, es wenigstens versuchen, alle Hoffnung darauf fokussierend, dass er Taréy nicht egal war, er nicht 'einer unter vielen' werden würde. Und das ohne Rücksicht auf Verluste, ohne die eigene Psyche zu beachten.
"Und.. und mein.. mein Ranzen?", fragte Rakocz letztlich leise, als der Ältere sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, er sich noch ängstlicher in den Stoff gekrallt hatte. Er .. konnte doch seine Schulsachen nicht einfach.. im Flur vor dem Raum stehen lassen! Wenn es denn.. überhaupt noch dort stand.

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04.03.18 11:18

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PARTING WAYS VS. NEW START

Rakocz hatte schlussendlich zugestimmt, dass Taréys Butler sie beide von der Schule abholte und zu Taréys Villa fuhr. Es kam Taréy so vor, als wäre ihr beider Kennenlernen von Grund auf schief gelaufen. Er wollte Rakocz jedoch zeigen, warum er sich so seltsam verhalten hatte, er wollte noch einmal von vorn anfangen. Taréy hatte erklärt, dass es ihm schwer fiel Beziehungen einzugehen. Er hatte sich immer von Gefühlen distanziert, hatte nicht zugelassen, dass er etwas für andere empfand. Vielleicht lag das daran, dass viele Leute in seiner Gesellschaft sein wollten, weil sie sich dadurch Vorteile erhofften. Wer wollte nicht mit einem reichen Lord 'befreundet' sein? Viele dieser Freundschaften waren jedoch erlogen und falsch. Taréy hatte sich immer schwer getan wirkliche Freunde zu finden - bis auf seine fünf Kindheitsfreunde, die auch jetzt noch seine Freunde geblieben waren.
Taréy erklärte Rakocz auch, dass es deswegen bei ihm nicht selten vorkam, dass er One-Night-Stands hatte. Er liebte Sex, er brauchte Sex. Taréy selbst sah nichts Falsches an einem gelegentlichen Vergnügen. Er wusste aber, dass Rakocz da nicht so aufgeschlossen war wie er selbst.

Was er noch erklärte war, warum er plötzlich gegangen war, als sie gestern in der Eisdiele gewesen waren. Taréy fand, dass er sich falsch verhalten hatte. Er durfte sich nicht so kindisch benehmen und tun und lassen was er wollte. Er durfte nicht mit dem Leben anderer spielen, so wie es ihm beliebte. Er musste lernen Rücksicht auf die Leute in seiner Umgebung zu nehmen - zumindest auf diejenigen, die er gerne in seiner Nähe behalten wollte.
Rakocz hatte stillschweigend zugehört. Taréy konnte sich denken, dass er sich hier in seinem riesigen Haus nicht wirklich wohl fühlte. Außerdem war es noch dazu sein Haus und der Kleinere hatte sicher Angst, dass der andere ihn erneut überfallen könnte. Doch etwas in dieser Art war Taréy gerade fremd. Er wollte gerade nur das an 'Freundschaft' retten, was er noch retten konnte. Er wusste, dass sie sich gerade erst kennen gelernt hatten, aber er fühlte sich zu Rakocz hingezogen und er wollte erkunden, was aus diesem Gefühl wurde. Und zwar ohne, dass dieser ihn deswegen hasste.

Im Endeffekt ließ Taréy Rakocz entscheiden, wie es nun weitergehen sollte: ob Rakocz ihm vergab und sie sich besser anfreunden konnten, oder ob sich ihre Wege trennen sollten, weil Rakocz nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Taréy könnte es verstehen, wenn letzteres der Fall sein sollte. Er gab ihm zwei Wochen Zeit sich zu entscheiden.
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