Viridescence



 

 Tomorrow.

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter
04.03.18 11:50

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen


A journey

of a thousand miles
begins with a single step



Zwei Wochen und ein Tag waren seit seinem ersten Schultag inzwischen vergangen. Zwei Wochen, seit dem langen Gespräch mit Taréy in einem riesigen Anwesen, das ihn ziemlich eingeschüchtert hatte. Heute würde er dem Jungen seine Entscheidung mitteilen müssen - und wollte es auch. Taréy wartete nun lange genug auf einen klaren Weg, den sie entweder gemeinsam gehen konnten, oder wie die letzten zwei Wochen: gelegentlicher Blickkontakt, vielleicht ein Lächeln, aber so wenige Worte wie möglich, so abgekapselt voneinander, wie es innerhalb eines Klassenverbundes möglich war. 
Die ersten Tage hatte er nur darüber nachgedacht, ob er sich wirklich auf jemanden einlassen wollte, der überzeugt war, nicht zu Beziehungen fähig zu sein - aus Gründen, die Rakocz tatsächlich nachvollziehen konnte, nachdem er dieses riesige Anwesen gesehen und Taréys Zweifel an echten Freundschaften und Gefühlen gehört hatte. Doch im Laufe dieser Zeit war er immer mehr zu der Überzeugung gelangt, dass es der allgemeine Stress des Neuanfangs und die überrumpelnden Ereignisse an seinem ersten Schultag gewesen waren, die in ihm den Wunsch nach Sicherheit geweckt hatten. Nach jemandem, dem er sich anvertrauen konnte - und Taréy wirkte nun mal so, als wäre er der perfekte Mensch, um dieses Bedürfnis zu stillen. Dass er das mit seinem Drang nach Freiheit und Sex nicht war, hatte Rakocz inzwischen akzeptiert. 
Dann hatte Rakocz alle Gedanken an eine Beziehung weit von sich geschoben. Mit einem sachten Lächeln schüttelte er über sich selbst den Kopf, dass eine simple Freundschaft lange nicht als Möglichkeit bestanden hatte. Das war es tatsächlich, was er gerne wollte - er wollte Taréy besser kennen lernen und ihn als einen Freund bezeichnen können. 


Gemeinsam mit den anderen Schülern strebte Rakocz den Ausgang des Schulhofs an. Um ihn herum wurde geplaudert, Pläne für den Nachmittag und das kommende Wochenende gemacht, während seine Gedanken sich um das bevorstehende Gespräch drehten. 
Als er Taréy schließlich am Schultor entdeckte, verlangsamten sich seine Schritte allerdings doch. Ein wenig der Unsicherheit kehrte zurück, als er sah, wie lässig der andere sich an den Pfosten gelehnt hatte, den Rucksack mit den Schulsachen abgestellt. Natürlich wusste Rakocz nach ihrem Gespräch, dass diese Ruhe durchaus Fassade sein konnte. Er schluckte, verscheuchte diese Gedanken. Er hatte seinen Entschluss gefasst. 
Bei Taréy angelangt, stellte er seinen Rucksack ebenfalls ab - sowohl, um seinen Rücken zu entlasten... aber auch, um noch ein wenig Zeit zu schinden. Obwohl er seinen Entschluss inzwischen gefasst hatte, wusste er nicht, wie er ihn vermitteln sollte. 
Nachdem er eine gefühlte Ewigkeit einfach nur dagestanden und Taréy gemustert hatte, streckte er endlich seine Hand aus. Seine Worte mochten ein wenig steif wirken, doch sie waren begleitet von einem sachten, ehrlichen Lächeln. "Hey. Ich bin Rakocz. Schön, deine Bekanntschaft zu machen."

_________________________________

Nach oben Nach unten
04.03.18 12:15

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen
“It's not hard to make decisions ...”

Es waren lange zwei Wochen gewesen, die er hatte in Ungewissheit verbringen müssen. Taréy mochte Ungewissheit nicht. Er wollte Kontrolle behalten, wollte selbst Entscheidungen treffen können und nicht abwarten müssen, dass andere das für ihn taten. Und doch stand er nun hier und wartete, dass eine zweite Person für ihn entschied.
Er musste zugeben: dieses Gefühl, das er hatte, als am Schultor stand und auf die endgültige Entscheidung wartete - er mochte es nicht. Er fühlte sich hilflos, einer höheren Gewalt ausgesetzt.
Als Taréy Rakocz jedoch dann sah, verflüchtigten sich seine Gedanken recht schnell. Es stimmte, dass er sich von Rakocz angezogen fühlte, aber er hatte noch keine wirklichen Gefühle für ihn - falls er dazu überhaupt in der Lage war? Sollte der andere ihm nun also mitteilen, dass er ihn nie wieder sehen wollte, dann war das eben so. Aber es war keine drastische Änderung in seinem Leben.

Rakocz schien sich allerdings für den anderen Weg entschieden zu haben. Unschuldig und engelgleich stand er vor ihm und streckte ihm seine Hand entgegen. Mit einem Lächeln nahm Taréy sie und erwiderte: "Freut mich dich kennen zu lernen, Rakocz. Ich heiße Taréy."

Anscheinend hatte der Kleinere ihm seine Forschheit und seinen Egoismus verziehen - was Taréy beinahe wie ein Wunder vorkam. "Danke", sagte Taréy noch ehrlich und man konnte deutlich die Erleichterung über die Entwicklung der Situation sehen.

“... when you know what your values are.”

Nach oben Nach unten
04.03.18 13:29

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Eine leise Unsicherheit schwelte nach wie vor in Rakocz - bis Taréy seine Hand ergriff und sie einen Händedruck teilten, der ihren Neustart besiegelte. Ein Lächeln machte sich auf seinen Zügen breit. Dieser Neustart bedeutete die Chance auf einen Freund - auf den ersten Freund an dieser neuen Schule. Wenn er so darüber nachdachte, wäre Taréy somit sogar der erste Mensch seit seiner Kindheit, den er näher an sich heran ließ. Er konnte nur hoffen, dass Erleichterung und Dankbarkeit in Taréy dafür sorgten, dass er achtsam mit diesem Geschenk umging.
"So." Ein einzelnes Wort, das in der Luft schwebte und mit dem Rakocz die Luft ausstieß. Gleichzeitig schien auch ein großer Teil seiner Anspannung abzufallen. Trotzdem wusste er nicht so recht, wie er mit dieser Situation nun umgehen sollte. Aus der Not heraus schulterte er seinen Rucksack mit einem leisen Ächzen, ehe er all seinen Mut zusammennahm und sich wieder an den Älteren wandte - er wollte ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass ihr Gespräch schon mit der Begrüßung beendet sein sollte. "Was.. macht man eigentlich, um sich kennen zu lernen?" Er hatte so wenig Erfahrung darin, Menschen in sein Leben zu lassen, dass er das wirklich nicht wusste. Außerdem kannte er sich hier in der Umgebung immer noch nicht wirklich aus, sodass der Park und die Eisdiele die einzigen Orte waren, mit denen er etwas verband - wenn es auch nicht besonders positiv war.
Ob es zum Kennen lernen dazu gehörte, dass nicht nur er Taréys Zuhause kannte sondern auch der Ältere das seine?

_________________________________

Nach oben Nach unten
04.03.18 14:00

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen
“What to do with a new chance ...”

Nun standen sie also da, beim Schultor, während alle anderen Schüler an ihnen vorbei gingen um in das Wochenende zu starten. Rakocz Frage erheiterte ihn etwas. Er dachte nach. Was machte er selbst immer, wenn er neue Leute kennen lernte (seine 'neuen Leute' waren allerdings meist One-Night-Standt): Sie gingen ins Kino - endete bei ihm allerdings meistens als Vorspiel von späterem Sex. Oder er traf sich mit jemandem bei ihm zuhause - was auch meistens mit Sex endete. Taréy lernte einfach nicht wirklich neue Leute kennen. Meistens ging es mit neuen Leuten ziemlich schnell zur Sache, da wurde nicht lange kennengelernt.
Taréy beschloss, einfach etwas vorzuschlagen, das er auch mit seinen Freuden machen konnte: Gemütlich in ein Café gehen und dort Eis essen oder dergleichen, zu dem nahe gelegenen See fahren und dort schwimmen gehen oder einfach in einen Park setzen und Modellflugzeuge fliegen lassen. Allerdings kamen ihm diese Sachen alle nicht wirklich wie Dinge vor, die man tat um sich kennenzulernen... Eis essen waren sie beide erst gestern und zum See fahren, wo man quasi halb nackt voreinander stand, wollte Taréy jetzt auch nicht unbedingt vorschlagen - das wäre Rakocz sicherlich unangenehm.

Ich könnte dir ein bisschen die Umgebung zeigen, wenn du willst. Oder wir gehen einfach in den Park. Dort kann man super Eichhörnchen füttern."

Schlussendlich waren ihm dann doch noch Dinge eingefallen, die relativ harmlos sein sollten.

"Ich würde allerdings vorschlagen, dass wir davor etwas essen. Cloude hat sicher nichts dagegen, einen Gast zu bedienen - falls du überhaupt mitkommen möchtest."

“... when you know you fucked up the last one?”

Nach oben Nach unten
04.03.18 18:16

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen


Let's get nuts now.


Die nachdenkliche Miene Taréys verunsicherte Rakocz für einen Moment. Dieser Ausdruck konnte so vieles bedeuten - entweder, Taréy nahm die zweite Chance doch nicht so ernst und dachte nun darüber nach, wie er das Kennen lernen abwenden konnte; oder aber er wusste keine harmlosen Alternativen. So oder so - die Aufgabe Taréy aufzubürden erschien Rakocz auch nicht ganz fair.
Allerdings war es am Ende trotzdem der Ältere, der die ersten beiden Ideen hervorbrachte. Rakocz brauchte nicht einmal lange darüber nachzudenken, was er gern tun wollte: "Eichhörnchen füttern klingt super!"
Erst etwas essen? Klang sinnvoll. Einzig der Name 'Cloude' irritierte Rakocz auf eine Art und Weise, die ihn einen kurzen Moment irritierte, ehe er mit den Schultern zuckte. Er kam ihm vage bekannt vor, als hätte er ihn bereits einmal gehört, konnte ihn allerdings nicht mehr einordnen. Erst mit einiger Verzögerung wollten die Worte "Klar,
warum nicht?"
über seine Lippen kommen, ein vorsichtiges Lächeln auf den Lippen. Es war sicher in Ordnung, wenn er bei Taréy aß.
"Hast du denn Nüsse zuhause?", fragte er nach einer kurzen Pause, "für die Eichhörnchen. Damit sie artgerechtes Futter bekommen." Ein wenig beschämt über die sicher unnötige Erklärung senkte er für einen Moment den Blick. Dann aber straffte er die Schultern. Er hatte sich vorgenommen, sich nicht mehr so kleinlaut zu geben, also sollte er damit auf der Stelle aufhören!

_________________________________

Nach oben Nach unten
04.03.18 18:53

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen
“The dice was loaded from the start  ...”

Da Taréy merkte, dass Rakocz vom Namen Coude etwas verwirrt war ergänzte er schnell: "Cloude ist übrigens mein Butler. Du hast ihn vor zwei Wochen gesehen, als er uns zu mir nach Hause gefahren hat. Und ja, natürlich besitze ich einen Butler. Ich habe ein Anwesen, was erwartest du." Die letzten Worte sagte er lachend. Für ihn war es ganz normal, aber er wusste, dass andere das oft nicht so sahen.

"Außerdem ... Wie sollte ich alleine in einem solchen Haus zurecht kommen. Ich hab ja sonst niemanden. Coude ist sowas wie ein zweiter Vater."

Zwar weigerte sich Cloude strikt seine guten Manieren und sein Benehmen als Butler ein wenig abzulegen und mehr ein natürlicher Bewohner in diesem riesigen Anwesen zu sein als ein Butler, doch Taréy klammerte sich an diese Vorstellung des Ersatzvaters, damit er zumindest eine einzige Bezugsperson hatte. Die Bediensteten seines Hauses waren alle sehr nett und er kam mit allen gut aus und sie mochten ihn, doch zu Cloude hatte er die beste Beziehung.

"Dann lass uns zu meinem Auto gehen und zu Hause etwas essen. Danach könne wir Nüsse nehmen und in den Park fahren. Und ja, ich esse Nüsse für mein Leben gerne. Natürlich hab ich welche zu Hause. Du wirst erstaunt sein, welch große Auswahl dich erwartet."

Ganz unschuldig nahm Taréy Rakocz Hand und führte ihn in die Richtung, in der Cloude wie jeden Tag neben Taréys Auto wartete. Für Taréy war es ganz normal andere Leute für eine kurze Zeit an der Hand zu nehmen - machten Mädchen doch auch, also warum sollte ihm das nicht erlaubt sein. Als Rakocz dann allerdings klar sein musste, in welche Richtung es ging, ließ Taréy dessen Hand jedoch wieder los. Immerhin wollte er den Kleinen nicht schon wieder verärgern.

“... and I bet and you exploded in my heart.”

Nach oben Nach unten
04.03.18 19:45

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
What we know
is a drop

What we don't know
is an ocean

(Isaac Newton)


Cloude - der Butler. Natürlich, dass er nicht gleich darauf gekommen war!
Dieser Gedanke klang ziemlich sarkastisch. Als Taréy lachte und die Notwendigkeit des Mannes erklärte, hatte Rakocz plötzlich ein schlechtes Gewissen - fast schlimmer, als hätte er die Worte ausgesprochen. Insbesondere, als er erfuhr, dass der Butler wichtiger war, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. "Bitte entschuldige", murmelte er, nickte dann.
Schon wieder fand er sich Hand in Hand mit Taréy. Verunsichert stolperte er hinter ihm her. War es vielleicht doch keine kluge Entscheidung gewesen, einen Neustart zu wagen? Immerhin war das etwas, das ihre erste Begegnung nach der Schule zu einem Date gemacht hatte. Weil er sich nicht dagegen gewehrt hatte. Sollte er sich also dieses Mal dagegen sträuben, Taréys Hand zu halten?
Noch bevor Rakocz einen Entschluss gefasst hatte, ließ der Ältere ihn wieder los und er atmete erleichtert aus. "Das.. ist gut", griff er das 'alte' Thema wieder auf, während er ins Auto stieg. Ein freundliches Lächeln traf den Butler, als er ihm mit einem unsicheren "Hallo" grüßte und sich dann wieder Taréy zuwandte. "Nüsse sind fein. Und Kerne. Kürbiskerne zum Beispiel. Oh, und wusstest du, dass Erdnüsse eigentlich keine Nüsse sind sondern Hülsenfrüchte?"
Rakocz fühlte sich, als würde er seine Nervosität dieses Mal mit sinnlosen Informationen überspielen - wohlwissend, dass Taréy dieses Verhalten sicherlich durchschauen würde. Aber es war immer noch besser, als in beschämendes Schweigen zu wechseln, oder?

_________________________________

Nach oben Nach unten
04.03.18 20:07

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen
“Doomed to do nothing other than stare  ...”

Beide stiegen sie in Taréys Auto. Freundlich grüßte der Butler beide und stieg dann ebenfalls ein. Die tägliche Frage wie denn der Schultag gelaufen sei beantwortete Taréy wie meistens mit einem 'in Ordnung' und wandte sich dann wieder Rakocz zu. Taréy hatte das Gefühl, dass der andere nervös war, obwohl er das doch nicht sein musste. Rakocz schien seine Nervosität mit Reden überbrücke zu wollen. Diese Aktion brachte Taréy zum Lächeln. Der andere war schon ziemlich süß. Er ließ ihn einfach reden, vielleicht würde er sich dann besser fühlen und etwas entspannen. Die Autofahrt dauerte allerdings sowieso nicht lange.

"Magst du Kalbsfilet? Das wird nämlich heute das Mittagessen sein. Wenn nicht, dann gibt es sicherlich noch etliche Beilagen, die du essen kannst. "

Eindringlich aber dennoch gelassen beobachtete Taréy den Kleineren, der ihm gegenüber im Auto saß. Er beobachtete die blauen Strähnen, die ihm ins Gesicht hingen, die hellblauen Augen, die ihn so unschuldig ansahen, die Hände, die kaum merklich zitterten - vor Nervosität, Ungewissheit oder innerer Erregung? Es würde schwierig für Taréy werden, sich zu beherrschen. Er fühlte schon jetzt das Verlangen in ihm aufkommen, diesen unschuldigen kleinen Körper in seine Arme zu schließen und ihn langsam und gefühlvoll zu streicheln. Würde er jemals die Gelegenheit dazu bekommen? Wenn Rakocz schon so nervös und aufgeregt wurde, wenn er nur seine Hand für ein paar Sekunden nahm, wie musste es dann sein, wenn er den anderen fest in seine Arme schloss?
Aber diese Gedanken mussten wohl einfach nur Gedanken bleiben.

“... for this was the promise he made.”

Nach oben Nach unten
04.03.18 20:38

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
There are no facts

only interpretation


Da Taréy keine Fragen stellte und auch sonst nicht wirklich auf die Neuigkeit der Erdnüsse reagierte - wobei es ja vielleicht gar keine Neuigkeit für ihn war - schwieg Rakocz letztlich und spähte am Sitz vorbei auf die Straße. Um diese Uhrzeit war es rund um die Schule immer recht voll - zu viele Eltern, die ihre Kinder von der Schule abholten. Wie Cloude Taréy. Rakocz' Mutter hatte immer die Meinung vertreten, dass es gut war, nach dem langen Sitzen ein kleines Stück zu laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und sich am Nachmittag auf Hausaufgaben konzentrieren zu können. Dass er heute in einem Auto saß statt nach Hause zu gehen - oder eben zu Taréys zuhause - war für Rakocz also durchaus eine Besonderheit.
Nachdenklich nickte er auf Taréys Frage. "Ja. Ja, ich denke schon." Ein Blick traf Taréy. Ein vorsichtiges Lächeln, als er merkte, dass der Ältere ihn genau betrachtete. Nach ihrem Start fiel es Rakocz schwer, es als unschuldiges Beobachten zu interpretieren - andererseits wollte er auch nicht dauernd darüber nachdenken, was vor zwei Wochen vorgefallen war und wie sehr es sein eigenes Weltbild - und vor allem sein Selbstbild - ins Wanken gebracht hatte.
Er lenkte den Blick wieder zum Fenster. Besonders weit mussten sie nicht fahren, das wusste er - allerdings hatte er noch nie so deutlich wahrgenommen, wie sehr sich die Häuser von recht einfachen Bauwerken zu wunderschönen und sicherlich sehr teuren Gebäuden veränderten. Darauf hatte er das letzte Mal gar nicht geachtet! Kein Wunder, da war er ja auch mit ganz anderen Dingen beschäftigt gewesen. Das hieß wohl auch, dass Taréy nicht einmal am Rand dieser reichen Menschen wohnte - sondern mitten drin! War es da nicht irgendwie ein Wunder, dass er auf diese ganz normale Schule ging? Mhm.!
Und bedeutete das nicht auch, dass er einer dieser eingebildeten jungen Erwachsenen sein musste - wenngleich dieser Eindruck bisher zumindest nicht so vollkommen auf ihn zutraf. Dennoch machte Rakocz sich ein wenig Gedanken, wie der Ältere reagieren würde, wenn er in die kleine Wohnung kam, in der er mit seiner Mum hauste.

_________________________________

Nach oben Nach unten
04.03.18 21:05

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen
“Failing to balance curiosity and expected behavior, ...”

Rakocz musste die ganze Gegend ziemlich bedrückend und schnöselig vorkommen. Taréy wusste, dass die Leute in ihrer Schule die meisten Reichen ziemlich versnobt und unfreundlich fanden. Taréy konnte es ihnen nicht mal verübeln, viele waren nämlich wirklich so. Er hatte allerdings nicht gewollt, dass er selbst so wurde. Deswegen ging er auch auf eine ganz normale Schule - und dies kam anscheinend ganz gut bei den anderen Schülern an. Sie lernten ihn als normalen Menschen kennen und nicht als Lord, der er laut Dokumenten war. Aber richtige Freunde hatte er trotzdem nur seine Kindheitsfreunde.

Als Cloude schließlich vor dem Eingangsportal der Villa hielt und ihnen die Türe öffnete, stieg Taréy aus und streckte sich genüsslich - wohl bewusst, dass er dadurch seinen Bauch vor Rakocz entblößte und dieser einen Blick auf seine Muskeln erhielt (vorausgesetzt er sah gerade her). Es war eine ganz unschuldige Geste, immerhin durfte er sich doch strecken wann und wo er wollte. Allerdings wollte er Rakocz immer noch reizen. Er wollte, dass der andere über sich selbst nachdachte und sich vielleicht irgendwann eingestand, dass er doch nicht so heterosexuell war wie er glaubte.

"Kommst du?", fragte er an Rakocz gewandte und ging auf die Eingangstüre zu, die schon von einer Bediensteten geöffnet wurde. "Es würde Ewigkeiten dauern dir zu erklären wohin all die Gänge und Abzweigungen führen, also geh mir einfach nach. Es dauert noch etwas bis das Essen fertig ist - ich mag es nicht sofort nachdem ich von der Schule gekommen bin zu essen, deswegen kochen die Köche immer so, dass ich noch eine halbe Stunde Zeit vor dem Essen habe. Lass uns bis dahin auf mein Zimmer gehen. Ich kann Cloude dann fragen, ob er organisiert, dass für uns Nüsse bereitgestellt werden, die wir dann mitnehmen können. Oder ich frage, ob er dich in die Küche bringt, damit du selbst auswählen kannst, was du mitnehmen willst - wie du willst. Fühl dich frei zu tun was dein Herz begehrt."

Die letzten Worte sprach er mit einem breiten Lächeln, während er den Körper des anderen erneut musterte.

“... trying to combine craving with restraint.”

Nach oben Nach unten
05.03.18 20:43

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Für Rakocz war es äußerst ungewohnt, dass ihm so leichte Tätigkeiten wie das Öffnen der Autotür, damit er aussteigen konnte, abgenommen wurden. Natürlich, vor vierzehn Tagen war es nicht anders gewesen - allerdings war er damals mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, dass es ihm nicht wirklich aufgefallen war.
So, wie Taréy aus dem Wagen geklettert war, folgte Rakocz ihm ins Freie - wobei sein Blick länger auf dem Körper des Älteren verharrte, als nötig gewesen wäre. Die glatte Haut. Die Muskeln. Für einen winzigen Augenblick keimte in Rakocz der Wunsch, diesen Körper berühren zu dürfen.
Irritiert blinzelte er, als Taréy sich mit Worten an ihn richtete, die im ersten Moment überhaupt keinen Sinn ergaben. Erst allmählich wurde Rakocz klar, was da eben geschehen war - und innerlich schüttelte er über sich selbst den Kopf. Es schien, als sei er noch immer nicht über das Gefühlschaos hinweg, das der Ältere in ihm ausgelöst hatte. Unglaublich.
"Ja, ja, das passt schon", gab er ein wenig abwesend zu verstehen, während er auf die sich öffnende Eingangstür starrte und den Blick Taréys dabei ignorierte. Wie von allein gab die Tür den Weg ins Innere dieses Gebäudes frei. Rakocz erinnerte sich dunkel daran, dass er 'Wie soll man sich denn hier bitte nicht verlaufen?' gedacht hatte - eine Frage, die sich ihm jetzt erneut stellte, während er Taréy mit einer gewissen Befangenheit durch die Gänge folgte. Er fühlte sich in seiner einfachen Kleidung und dem alten Schulrucksack ziemlich fehl am Platz - sicher nicht zuletzt deshalb, weil seine Schritte ungewöhnlich laut wiederzuhallen schienen. Da war ihm sein einfaches Zuhause deutlich sympathischer!
"Und du.. du lebst hier ganz alleine?", fragte er schließlich in die Stille hinein, also... abgesehen von Cloude?" War das nicht ein sehr, sehr einsames Leben?

_________________________________

Nach oben Nach unten
06.03.18 9:55

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen

“Living in one's own shadow, not knowing what was before ...”

Es war nicht wirklich eine eindeutige Antwort auf die Frage, die Taréy dem anderen gerade gestellt hatte. Er nahm das 'ja, pass schon' einfach mal als generelle Zustimmung und trug dem Butler auf, Nüsse für ihren geplanten Ausflug bereitzustellen.
Taréy merkte, dass sich Rakocz etwas unwohl in dem großen Gebäude fühlte, in diesem riesigen Haus mit den ewig langen Gängen und den unzähligen Abzweigungen.

"Abgesehen von den Bediensteten, die ebenfalls hier wohnen, bin ich ganz allein hier, ja", meinte er auf Rakocz Frage hin nüchtern. Er sprach dieses Thema nicht so gerne an, da es ihm selbst immer noch komisch vorkam, dass sonst niemand hier war. So war es seit etwas mehr als einem Jahr - sagte zumindest Cloude immer wieder. Er selbst konnte sich immer noch nicht daran erinnern, was damals geschehen war.

"Ich bin allein hier. Zusammen mit meinem Hund und ein paar Katzen."

Taréy sprach schnell weiter, ehe er noch länger darüber nachdachte, dass seine ganze Situation im Moment ziemlich bizarr war. Die Eltern einfach verschwunden, die eigene Erinnerung ebenfalls und keine der Bediensteten und auch Cloude hatten keine Ahnung, was passiert war. Sie alle hatten sich einfach damit abgefunden, dass es jetzt nur noch der junge Lord und seine Freunde oder andere Bekanntschaften waren, die in dem Haus lebten oder zu Besuch kamen.
Die beiden waren nun im ersten Obergeschoß vor einer großen Mahagoniholz-Türe angelangt und Taréy öffnete sie mit einem Lächeln.

"Tritt ein in mein Reich", meinte er zu Rakocz mit einem verschmitzten Lächeln, ehe er selbst durch die Tür ging und sich mitten im Raum positionierte. Taréys Zimmer war groß, aber nicht unbelebt oder unangenehm groß, sondern freundlich und mit großen Fenstern, die das Zimmer hell und lebendig machten. Direkt gegenüber der Tür stand sein großes Doppelbett, das allerdings nicht mit geschwungenen Holzverzierungen bedeckt war, sonder das einfach nur aus schlichtem und glattem dunkelbraunen Holz bestand und ein dunkelgraues, gepolstertes Kopfteil besaß. Daneben zwei Nachttische. Natürlich war das Zimmer hoch, doch nicht ganz so hoch wie andere alte Räumlichkeiten. An der Decke befand sich kein Stuck, wie in so manch anderen alten Villen.

“... seeking the past but with no remarkable success.”

Nach oben Nach unten
08.03.18 18:31

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen

I refuse to allow
prejudice
to defeat me



Wenn Rakocz so darüber nachdachte, erschien ihm Taréys Geschichte wie ein schlechter Film. Hätte er diesen Lebensweg im Internet gelesen - dann hätte er das sicher alles als Witz, als verzweifelte Anmache und Suche nach einem unvorsichtigen Mitgefühl abgetan und sich nie-, niemals in die Nähe dieses Menschen gewagt aus Sorge, dass er ihm etwas Böses wollte. Bei Taréy war das anders. Selbst, dass er allein in diesem riesigen Anwesen lebte, abgesehen von den Bediensteten und ein paar Tieren, ließen ihn für Rakocz nicht unheimlich werden. Vielleicht, weil er ihn kannte. Allerdings kannte er ihn auch nicht so gut, dass er diese Dinge bereits einschätzen konnte, und gerade bei ihrem Start sollte er klüger sein und gut auf sich aufpassen. Vielleicht sogar nachfragen, weiter bohren, um zu sehen, ob da nicht doch noch etwas war, was ihm komisch vorkam, weil Taréy sich selbst widersprach. Aber er fragte nicht sondern akzeptierte, dass der Ältere nicht gern darüber redete - vielleicht, weil er ihm gern vertrauen wollte. Möglicherweise aber auch, weil er sich der Vorurteile durchaus bewusst war und wusste, dass sie in den seltensten Fällen wahr waren. Und er wollte nun mal davon ausgehen, dass sie bei Taréy unbegründet waren!
Die große, rot-braune Tür, die schließlich vor ihnen auftauchte, hatte einen gewissen Erinnerungswert. Sie holte Rakocz aus seinen Grübeleien, und als Taréy ihn mit diesem verschmitzten Lächeln bedachte, erwiderte Rakocz es unsicher und folgte dem Älteren durch die Tür. Aufmerksam ließ er den Blick schweifen. Letztes Mal war er zwar in diesem Zimmer gewesen, aber er hatte fast gar nichts in Erinnerung behalten. Einzig, dass das Zimmer riesig war im Verhältnis zu dem, was er kannte, wusste er noch - allerdings verschlug es ihm jetzt doch die Sprache. Die feine Eleganz, ohne unnötig viel Schmuck und Prunk, zeugte von außerordentlichem Einrichtungs- und Gestaltungstalent, von Reichtum, der zwar zur Schau gestellt wurde, aber... eben nicht so überladen, wie es der Jugendliche aus klischeebehafteten Filmen kannte.
"Wow", murmelte er letztlich anerkennend, "und hier.. wohnst du? So wirklich?"

_________________________________

Nach oben Nach unten
08.03.18 19:28

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen

“Long live stupidity ...”

Taréy bekam von Rakocz Zweifel nichts mit. Er stand immer noch vor seinem Bett und beobachtete die Reaktion des anderen. Letztes Mal wirkte er zu verwirrt und mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, um wirklich etwas von Taréys Reich mitzubekommen, doch nun war er aufmerksam und betrachtete das gesamte Zimmer mit Staunen.

"Ja, hier lebe ich. Ganz ehrlich. Ich habe nicht gelogen... Das tue ich normalerweise nur in Notfällen."

Taréy beschloss, dass Rakocz nun erst einmal alles bestaunen durfte. Er selbst ging zu der Tür auf der rechten Seite des Raumes und offenbarte ein Ankleidezimmer mit einer unzählbaren Anzahl an Hemden, Jacken, Jackets, Anzügen, Hosen und auch normalen T-Shirts. Er nahm sich einen bequemen, aber doch elegant geschnittenen Pullover, ging dann zu seinem Bett zurück und legte den Pullover dort ab. Er wollte heute nicht mit einem Hemd in den Park gehen. Cloude würde ihn nur wieder tadeln, wenn ein so schönes Hemd mit Dreck besudelt werden würde. Ohne sich etwas zu denken öffnete er die Knöpfe seines Hemdes und zog es schlussendlich ganz aus.

“... long live late recognition.”

Nach oben Nach unten
11.03.18 18:50

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Tease me
until
I'm begging for it



Ganz langsam drehte Rakocz sich ein Mal im Kreis, begutachtete jeden Zentimeter des Zimmers. Wenn er ehrlich war, war es ihm beinahe unheimlich, dass Taréy allein in diesem riesigen Anwesen wohnte - wobei 'allein' ja nun auch nicht ganz der Wahrheit entsprach.
Noch mehr staunte er aber, als Taréy eine Tür öffnete und ein weiteres Zimmer zum Vorschein kam - eines voller Hosen, Hemden, Jacken, Jackets. Mit diesem Vorrat hätte er sicher fast die ganze Schule ausstatten können! Gut, vielleicht übertrieb Rakocz da ein wenig, das sah er ein - aber trotzdem!
Eilig lenkte Rakocz den Blick allerdings wieder auf die Zimmereinrichtung, als Taréy mit einem Pullover zurückkehrte. Leises Rascheln erregte seine Aufmerksamkeit. Ohne bewusstes Zutun drehte sich sein Kopf ganz langsam zu Taréy. Staunend beobachtete Rakocz, wie das Hemd von Taréys Schultern glitt und die helle, makellose Haut entblößten. Feine Muskeln spielten darunter bei jeder Bewegung, die der Ältere machte. Stumm öffnete Rakocz den Mund, nur, um ihn gleich wieder zu schließen. Er wusste ohnehin nicht, was er sagen sollte. Klug wäre es vermutlich, überhaupt nichts zu sagen.
Wie in Zeitlupe wandte er den Kopf wieder ab, Millimeter für Millimeter. Er schluckte. Unwirklich laut klang es in seinen eigenen Ohren wider - und sicher hallte es durch das gesamte Zimmer. Nervös griff er mit den Händen den Stoff des jeweils gegenüberliegenden Pullover-Ärmels. Was hatte er sich nur dabei gedacht, mit hier her zu kommen und Taréy seine Freundschaft anzubieten?!

_________________________________

Nach oben Nach unten
11.03.18 19:24

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen

“Let's go in the garden; you'll find something waiting ...”

Taréy merkte, dass er beobachtet wurde. Und es gefiel ihm. Er drehte sich jedoch nicht um, blieb extra mit dem Rücken zu Rakocz stehen - immhin wollte er den anderen nur testen, ihn spielerisch necken, und ihm nicht gleich wieder einen absoluten Schrecken einjagen und ihn misstrauisch machen. Aus diesem Grund nahm er sich dann seinen Pullover und zog ihn mit einer fließenden Bewegung an. Taréy drehte sich wieder zu Rakocz um - absichtlich mit einem freundlichen und wohlwollenden Lächeln und meinte dann zu ihm.

"Was willst du jetzt machen, bis das Essen fertig ist? Soll ich dich im Haus rumführen? Wir können auch Musik hören, wenn du das lieber magst. Fühl dich frei. Du kannst vorschlagen zu was auch immer du Lust hast. Ich glaube, es gibt nichts, das wir nicht haben."

Das war vielleicht etwas übertrieben, denn es gab ja Millionen Dinge auf der Erde, aber sein Haus konnte mit fast allen gängigen Dingen aufwarten.

"Wir haben sogar Instrumente. Einen Flügel, Violine, natürlich Gitarren und sicher noch mehr."

Es war Taréy im Grunde egal, was sie beide jetzt machen würden. Er wollte Rakocz nur besser kennen lernen und in seiner Nähe sein - vielleicht ergab sich ja sogar irgendwann mehr.

“... right there where you left it; lying upside down.”

Nach oben Nach unten
11.03.18 20:39

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
music
brings
relief



Erneut vernahm Rakocz das Rascheln von Stoff, und er kombinierte, dass Taréy jetzt sicher wieder vollständig bekleidet sein musste. Seine Worte klangen freundlich und wohlwollend, sodass Rakocz innerlich aufatmete. Der Ältere hatte von seinem kurzen Blackout also nichts bemerkt - sehr gut. Ein wenig entspannter als noch gerade eben wandte er sich ihm wieder zu.
"Ich wäre mit Musik im Moment ganz zufrieden", gab er nach kurzem Überlegen zu, "bei diesen vielen Gängen und Wegen und Eingängen ist es klüger, wenn ich erst einmal nur den Weg rein und wieder raus kenne, sonst verlaufe ich mich, weil mir alles bekannt vorkommt." Im Grunde genommen brauchte er sich keine Sorgen machen, sich zu verlaufen - der Ältere würde ihn sicher nicht allein durch dieses verzweigte System schweifen lassen - aber er hatte trotzdem nicht das Bedürfnis, noch mehr Eindrücke zu sammeln. Das konnte er gern ein Andermal tun, sofern er Taréy wieder einmal besuchen durfte.
Schließlich aber wurden seine Augen groß. "So viele Instrumente?", hakte er staunend nach, "vielleicht.. vielleicht.. kannst du ja etwas vorspielen?" Ein begeistertes Leuchten war in Rakocz' Augen getreten - fast wie das, das man bei kleinen Kindern sah, die das erste Mal Schnee erleben durften. "Das wäre toll!"

_________________________________

Nach oben Nach unten
15.03.18 8:50

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen

“Music expresses that which cannot be said ...”

Nach kurzem Überlegen war Rakocz anscheinend zu dem Entschluss gekommen, dass er nicht von dem großen Haus mit seinen vielen Zimmern und Gängen verwirrt werden wollte und lieber Musik hören wollte. Dass der andere von den Instrumenten allerdings derart begeistert sein würde, das hätte er sich nicht gedacht.

"Die Instrumente befinden sich aber nicht in meinem Zimmer, nur um das gleich mal gesagt zu haben. Da musst du wohl oder übel mit mir kommen und durch die vielen, langen Gänge gehen", meinte Taréy schmunzelnd zu Rakocz. Er hatte zwar nicht erwartet, dass er jetzt ein kleines Privatkonzert geben sollte, aber warum nicht. Immerhin hatte er nicht viel Gelegenheit sein Können anderen vorzutragen.

"Dann komm mit. Du darfst dir sogar aussuchen, auf welchem der drei Instrument ich dir etwas vorspielen soll."

Taréy ging schon mal vor zur Türe und hielt sie erwartungsvoll auf. Das würde wunderbar werden. Cloude erinnerte ihn sowieso jede Woche mindestens einmal daran, dass er sein Können nicht verschwenden sollte, sonder öfter zu einem der Instrumente greifen sollte.

“... and on which it is impossible to be silent.”

Nach oben Nach unten
02.04.18 8:23

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
When playing
a piano
music comes alive and emotions rise


Ehrlich gesagt hatte Rakocz nicht damit gerechnet, dass Taréy so schnell einwilligen würde, ihm tatsächlich etwas von seinem Können zu zeigen. In der Schule wusste er durchaus von einigen Mitschülern, die ein oder gar zwei Instrumente spielten, doch wann immer es auf die Feiertage zuging und ein kleines Programm aufgestellt werden sollte, sträubten sie sich dagegen. Dabei wusste er zumindest bei denen, die nicht singen konnten und sich ihre Noten im Musikunterricht deshalb über die Instrumente verdienen durften, dass sie wirklich gut waren.
In froher Erwartungshaltung folgte er Taréy. So perfekt, wie dieser junge Mann war, wusste er sicherlich alle drei Instrumente auf eine äußerst wundervolle Art und Weise zu bedienen. Dieser Gedanke stellte Rakocz allerdings vor eine ernste Herausforderung: die Entscheidung, welches der Instrumente er gerne hören wollte. Flügel, Violine, Gitarre. Gitarre hörte man zuhauf, und obwohl sie ihn reizte, verwarf er diese Möglichkeit schnell. Das konnte Taréy ihm sicher auch noch ein andermal zeigen.
"Mhm", machte er schließlich ratlos, Violine oder Flügel? Geige, wie er es plump bezeichnet hätte, kannte er nicht soo besonders gut. Allerdings meinte er, sich zu erinnern, dass er den Klang dieses Instruments das ein oder andere Mal als sehr anstrengend empfunden hatte.
So, wie Taréy letztlich eine Tür öffnete und Rakocz in den Raum mit den Instrumenten schritt, blieb ihm beim Anblick des riesigen Flügels der Mund offen stehen. Bei einem solch großen Instrument hatte er immer das Gefühl, dass es klobig hätte wirken müssen - aber es sah so fein und filigran aus, dass Rakocz voller Ehrfurcht zu ihm hin schritt. Ein Blick traf Taréy, als Rakocz das kühle Material sacht berührte. "Bitte das hier", gab er endlich seine Entscheidung kund.

_________________________________

Nach oben Nach unten
04.04.18 15:06

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen

“Music is a moral law. It gives soul to the universe ...”

Es war amüsant mitanzusehen, wie Rakocz scheinbar innerlich mit sich rang, welches der drei Instrumente er jetzt auswählen sollte. Als er sich dann jedoch für das Klavier entschied, war Taréy nicht überrascht. Viele würden dieses Instrument wählen - sei es, weil sie selbst schon Gitarre spielten und deswegen nicht auf diesem Instrument vorgespielt bekommen wollten oder sei es, weil ihnen der Klang von Violine alleine nicht gefiel.
Der Ältere setzte sich also auf den Klavierhocker und klappte den Deckel hoch, der die Tasten schützte. Kurz überlegte er, was er denn überhaupt spielen sollte, dann jedoch blickte er auf die Noten, die sowieso gerade vor ihm lagen. Er befand dieses Stück für gut und begann zu spielen. Es war ein trauriges Stück, mit einer Note des Flehens etwas zu ändern, wovon man nicht wusste, was es war.
Taréy hoffte, dass Rakocz dieses Stück nicht zu düster war und ihm dies dadurch nicht die gute Laune verderben würde. Taréy selbst passierte dies oft. Am Anfang des Spielens war er oft gut gelaunt, beflügelt von positiven Gedanken, doch manchmal, nachdem er bestimmte Stücke gespielt hatte, ließen ihn diese nachdenklich und bedrückt zurück.
Immer wieder ertappte er sich selbst dabei, wie er während des Spielend zu Rakocz hinüberschaute - ihm ansehen wollte, ob ihm sein Spiel gefiel. Nachdem das Stück zu Ende war - es war kein wirklich langes gewesen - sah Taréy den anderen erwartungsvoll an. Würde er begeistert sein und noch ein Stück verlangen?

Ludovico Einaudi - Elegy for the Arctic

“...  wings to the mind and charm to life and to everything.”

Nach oben Nach unten
24.05.18 20:16

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Music
is the strongest form of
magic


Nie hatte er so viel Erkenntnis und Trauer empfunden wie während dieses Stücks. Die einzelnen Töne, wie sie sich aneinander reihten, die Finger, die so mühelos über die weißen und schwarzen Tasten glitten und so viel von dem preiszugeben schienen, was den Älteren ausmachte. Es schien die ganze Geschichte des Jungen zu spiegeln - so schwer, so voller Sehnsucht nach etwas, das nicht greifbar war. Ein wenig Leichtigkeit, dann neue Schwere.
Rakocz glaubte, zu verstehen, weshalb Taréy gehandelt hatte, wie er es nun einmal tat. Ja, kurz meinte er sogar, voraussagen zu können, wie der Ältere in Zukunft handeln würde - allerdings, ohne es genau benennen zu können. Eine seltsame Mischung, die Rakocz stumm zurückließ, als die letzten Töne verklangen.
Einige Sekunden starrte er einfach auf das Instrument, das so viel Magie erzeugt hatte. Nur ganz langsam löste er sich aus der Starre, in die er verfallen war, ging Schritt für Schritt zu Taréy, um sich letztlich neben ihn zu setzen. Voller Ehrfurcht strichen seine Finger über die Tasten, ehe er die Hände wieder in den Schoß nahm.
Nachdenklich sah er auf, drehte den Kopf so, dass er Taréy sehen konnte. So nah. Rakocz schluckte, lächelte vorsichtig. Dann öffnete er den Mund und bat leise: "Kannst du bitte.. noch eines spielen?" Vielleicht ja ein fröhlicheres, aufgeweckteres - doch auch mit einem, das in der Stimmung ähnlich dem war, das er hatte erfahren dürfen, wäre Rakocz vollkommen zufrieden.

_________________________________

Nach oben Nach unten
08.06.18 20:03

avatar

Alter : 25 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 177cm
Größe Wolf : 90cm
Andere Charaktere : /

Benutzerprofil anzeigen

“City of stars are your shining just for me?”

Die Emotionen des Stückes, das er gerade gespielt hatte, hallten noch in Taréy nach. Sogar dann noch, als die letzten Töne schon lange verklungen waren und sich Stille im Raum ausbreitete. Der Ältere erkannte, wie sehr dieses Stück Rakocz bewegt hatte. Es war also gut gewesen den Schritt in die Ungewissheit zu machen. Die Ungewissheit, ob dem anderen Stücke, die eine gewisse Schwere und Traurigkeit in sich hatten, gefielen. Taréy war erleichtert, dass Rakocz es nicht komplett grässlich gefunden hatte.
Er war jedoch dennoch erstaunt, als sich der Kleinere neben ihn auf den Sessel quetschte, sanft mit den Fingern über die Tasten strich und ehrfurchtsvoll schweigend einen Moment verharrte. Der Blick, mit dem Rakocz ihn dann allerdings ansah, ließ ihn beinahe dahinschmelzen. Der Ausdruck, der in den zarten blauen Augen lag war so fesselnd und erwartungsvoll, dass Taréy die Bitte nach einem weiteren Stück kaum ausschlagen konnte.

"Für dich spiele ich soviel du möchtest.", war die geflüsterte Antwort des Älteren. Es kam ihm falsch vor die Stille, die das Stück hinterlassen hatte mit lauten Worten zu stören. Mit einer flüchtigen Berührung stich Taréy seinem Gegenüber eine Haarsträhne aus dem Gesicht, ehe er sich wieder den Tasten zuwandte.

La La Land - City of Stars

“...  City of stars you never shined so brightley.”

Nach oben Nach unten
09.06.18 21:17

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Rakocz erfasste eine Gänsehaut bei Taréys Worten. So unendlich kitschig - und gleichzeitig genau das, was ihn nach diesem schweren Stück berührte. Ebenso wie die Fingerspitzen, die so schnell verschwunden waren, dass sie nur eine sacht kribbelnde Wärme hinterließen. // Die Töne, die diesmal erklangen, wirkten im ersten Moment fast wie eine Entschuldigung für die Schwere des vorherigen. Es klang verspielter, energischer - und doch noch immer mit einer gewissen Sehnsucht. Fasziniert lauschte Rakocz, beobachtete, wie spielerisch Taréys Hände über die Tasten glitten. Je länger Rakocz lauschte, desto bekannter erschien ihm die Melodie, doch er bekam es nicht zu fassen. Als die Töne verklangen, wisperte Rakocz: "Wunderschön. Und das.. das hast du alles in deinem Kopf?" 

Tarey lächelte Rakocz an. Zwei Stücke waren noch gar nichts. Er hatte viele, viele weitere auswendig gelernt. Aber nicht, weil er es unbedingt wollte, sondern weil es einfach so im Laufe der Zeit geschehen war. Je öfter er sie gespielt hatte, desto mehr Phrasen hatten sich in sein Gedächtnis eingebrannt. Taréy sagte dies allerdings nicht. Er meinte nur: "Ja, ich kenne ein paar Stücke auswendig. Das ist aber nichts besonderes, das passiert einfach so." Der Ältere lächelte noch mehr, als er bemerkte, dass Rakocz gar keine empörte Bemerkung gemacht hatte, weil er ihn so berührt hatte. Er konnte es nicht lassen eigene Worte dazu auszusprechen: "Also ist mittlerweile erlaubt, dass ich dich berühre? Ist das nichts Schlimmes, Abartiges mehr?" Taréy beugte sich etwas zu Rakocz herab und sah ihm direkt in die Augen. Sie waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt und er konnte die feinen Linien in der Iris des Kleineren erkennen.

Rakocz spürte, dass Taréy diese Fähigkeit herunterspielte - doch die nächsten Worte hielten ihn davon ab, ihn auf die Leistung hinzuweisen, die seiner Meinung nach dahinter steckte. Doch nicht nur das: auch die plötzliche Nähe und der intensive Blickkontakt bannten den Jungen stumm auf seinen Platz. Er schluckte schwer, betrachtete nervös die hellen Flecken in dem dunklen Grün und spürte den warmen Atem des Älteren. Wie Sonnenlicht auf moosigem Waldboden, dachte Rakocz. Fast konnte er den sachten Wind in den Blättern rauschen hören - doch plötzlich schüttelte er den Kopf und löste sich damit aus der Starre. Ehe er sich versah, fand er sich einen halben Meter neben dem Klavierhocker wieder. Sein Gesicht glühte unangenehm und verunsichert drehte er es ein Stück zur Seite, in der Hoffnung, diese Regung vor Taréy verborgen zu halten. "Es... ich... ich denke, es war.. in.. in Ordnung?", stotterte er. Heftig stieß er die Luft aus seinen Lungen, ehe er mit dem Zeigefinger auf Taréy zeigte und - zumindest ein wenig sicherer - erklärte: "Aber das eben nicht!" 

Tarey regte sich diesen kurzen Moment der Nähe nicht - zu groß war die Angst Rakocz vorzeitig zu verschrecken und diesen kurzen und kostbaren Moment, in dem er ihn so nahe betrachten konnte, zu beenden. Es machte ihn glücklich zumindest einen kurzen Moment genießen zu können, in dem er dem anderen nahe war ohne, dass er verschreckt war und nicht wusste, wie er mit der Situation umgehen sollte. Dieser kurze Moment war etwas, das sich in Taréys Gedächtnis einprägte und auf das er zurückgreifen konnte, wenn der andere ihn wieder einmal emotional von sich stieß. Es war also möglich einen kurzen, beinahe intimen Moment mit Rakocz zu erleben, in dem er das reine pure Selbst war. Taréy nahm sich vor, dem anderen diese Momente noch öfter zu zeigen. Momente, in denen es okay war, wenn sie sich nahe waren. Momente, die eine Bedeutung hatten, ohne gesprochene Worte zu enthalten. Doch schon war der Augenblick vorbei und die leichte Panik beförderte Rakocz zu Boden. Diese plötzliche Ereignis war irgendwie so absurd und Rakocz empörtes 'Das aber nicht!' so unbeschreiblich niedlich, dass der Größere nicht anders konnte, als zu lachen und ihm eine Hand zu reichen - eine Geste des Friedens und der Wiedergutmachung.

Rakocz verstand die Welt nicht mehr, als Taréy plötzlich zu lachen begann. Was war denn jetzt so komisch? Kurz glaubte Rakocz, dass sich der Ältere über ihn lustig machte und wollte schon dem Impuls, beleidigt die Arme vor der Brust zu verschränken, folgen, als ihm eine Hand angeboten wurde. Skeptisch betrachtete er die schlanken Finger, ehe er mit dem Blick am Arm entlang bis zum Gesicht Taréys wanderte. Rakocz musste zugeben, dass er nicht mit dem warmen Gesichtsausdruck gerechnet hatte. Viel eher hatte er erwartet, auf niederträchtige Belustigung zu stoßen. Langsam legte er seine Hand in die Taréys und ließ sich von ihm zurück auf die Beine ziehen - und kam dem Älteren damit irgendwie schon wieder verdammt nahe. 

Tarey wollte schon etwas erwidern wie 'Aber meine Hand nimmst du trotzdem, obwohl du Abstand haben wolltest?', aber da kam Cloude, der Butler, ins Zimmer und verkündete, dass das Essen bereit stehe. Behutsam nahm er Rakocz Arm und hakte ihn bei sich ein - so schnell würde er nicht davon kommen. Ein verschmitztes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus - allerdings durch seine Haarsträhnen gut vor dem Blick des anderen verborgen. "Komm, lass uns essen gehen!", meinte Taréy und machte sich mit Rakocz auf den Weg ins Speisezimmer.

Rakocz war Cloude sehr dankbar dafür, dass er diese absurde Situation unterbrach und sie zum Essen rief. Jetzt, wo der Junge wusste, dass es bald etwas geben würde, spürte er das Loch in seinem Bauch nur zu deutlich. Dass Taréy sich bei ihm eingehakt hatte, fühlte sich unglaublich seltsam an - doch die Aussicht auf Essen ließ Rakocz die Nähe dulden. Als sich die Tür zum Speisezimmer öffnete, staunte der Junge mal wieder über die Größe und Eleganz der Räume dieses Anwesens. Hier hätten bestimmt gut 20 Leute leben können! 

_________________________________

Nach oben Nach unten
17.06.18 0:09

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Tarey schlenderte also mit Rakocz zusammen in den Speisesaal. Er sagte absichtlich nichts, sodass der Kleinere den Anblick ungestört betrachten konnte. Er wusste, dass ein solch großes und luxuriös eingerichtetes Haus kein alltäglicher Anblick war und so schätzte er dies auch - anders als manch andere reiche Leute, die so etwas einfach für selbstverständlich hielte. Taréy war einfach keiner von diesen versnobten reichen Leuten. Er schätzte das was er hatte, bemitleidete aber auch niemanden, der keinen solchen Reichtum besaß. Auf dem gedeckten Tisch standen verschiedene Leckerbissen - es war absichtlich so gewählt, denn Taréy nahm sich gerne viele verschiedene kleine Dinge, anstatt ein großes Gericht zu essen. Und so würde sicher auch Rakocz etwas finden, das er gerne aß. "Nimm dir einfach das was du möchtest. Das ist bei uns erlaubt. Ich mag es nicht, wenn mir die Diener das Essen auf den Teller geben, deswegen habe ich eingeführt, dass ich das selbst übernehme." Er erwähnte dies absichtlich, da normalerweise ja die Diener das Essen schon auf Tellern zu den Gästen brachten. Nicht jedoch in diesem Haus.

Rakocz fühlte sich nach wie vor überfordert. Taréy war unglaublich nah, dieser Raum viel zu groß... und dann auch noch die Information, dass normalerweise Diener das Essen auf den Teller luden. Ungläubig schüttelte Rakocz den Kopf. "Je länger ich hier bin, desto mehr habe ich das Gefühl, zu träumen. So unrealistisch ist das alles", gab er murmelnd von sich. Doch egal ob Traum oder nicht: er hatte Hunger! Und so nahm er sich einen der Teller vom Tisch und betrachtete dann all die Leckereien. Erneut blanke Überforderung. Mit so viel Auswahl an köstlichen Lebensmitteln hatte er nicht gerechnet. Schließlich beschloss er, von so viel wie möglich zu probieren. 

Tarey lächelte Rakocz an. Es war ein aufmunterndes Lächeln, ungezwungen und rein. Er wusste, dass viele seiner Gäste oftmals überfordert waren bei den vielen neuen Dingen und riesigen Dimensionen des Hauses selbst. "Man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Man muss nur oft genug solche Räumlichkeiten zu Gesicht bekommen." Dann beugte er sich etwas zu Rakocz hinüber (er saß neben ihm) und blickte ihn an bis dieser auch ihn ansah. "Du darfst so oft vorbeikommen wie du möchtest. Es würde mich wirklich freuen, wenn du das tun würdest", sprach er in leicht gesenktem Tonfall, um die Sätze mystisch und verlockend klingen zu lassen. "Außerdem ... die Teigtaschen da drüben schmecken ausgezeichnet. Ich sehe, dass du etwas überfordert bist, was du wählen sollst." Diese Sätze waren wieder ganz normal gesprochen, als wären die Worte davor nur ein Teil eines verführerischen, aber verlockenden Tagtraumes gewesen.

Rakocz spürte, wie ihm ein Schauer über den Rücken rieselte. Taréys gesenkte Stimme, so voller Verlockungen und verbotenen Versprechungen. Die Einladung wirkte wie etwas, vor dem Rakocz sich fürchten sollte - doch er tat es nicht. Der Moment war so schnell vorbei, dass Rakocz sich nicht einmal sicher war, ob er ihn tatsächlich erlebt hatte. "Die Teigtaschen?" Noch etwas verwirrt von dem Erlebnis eben, brauchte Rakocz einen Moment, bis er nickte und sich noch eine Teigtasche auf seinen Teller lud. "Ich denke schon, dass ich .. wieder her kommen kann", erklärte er schließlich. Lieber das als Taréy zu sich nach Hause einzuladen, in dieses winzige Apartment. Es war ihm trotz der geringen Größe immer luxuriös erschienen, aber im Vergleich zu Taréys zuhause... 

Tarey war erfreut, dass es zumindest keine grundlegenden Abneigungen gegen ein erneutes Treffen in seinem Haus gab. Genüsslich aß er dann seine Speisen auf und legte sein Besteck ordentlich auf den Teller als er satt war. "Es gibt übrigens später noch einen Nachtisch."

Rakocz folgte Taréys Beispiel und legte sein Besteck ordentlich ab. "Nachtisch?", wiederholte er ungläubig. Sein Magen war so voll, dass er in nächster Zeit sicher nichts mehr zu essen brauchte. Schade! Wobei er hoffte, nicht wieder eine feine Nuance missverstanden zu haben. Unsicher rutschte er herum. Eigentlich sollten sie sich endlich dem Grund für seine Anwesenheit hier widmen, gleichzeitig graute ihm aber auch davor. Vielleicht sollte er doch nicht wiederkommen und am besten jetzt auf der Stelle gehen? Nein. Dafür war es bisher, nachdem er sich von seinem Anfall erholt hatte, viel zu angenehm gewesen. Trügerisch angenehm? 

Tarey war ebenfalls ziemlich gut gefüllt. Genau aus diesem Grund ließ er den Nachtisch eigentlich immer erst am Nachmittag servieren. "Ja, Nachtisch gibt es immer um 4. Also eigentlich ist es dann eher ein Nachmittagshappen, aber egal. Willst du wieder in mein Zimmer gehen, oder wollen wir in den Garten? Das Wetter wäre schön genug." Zwar wollte Taréy ihr 'ernstes Gespräch' sol lange wie möglich hinauszögern, aber irgendwann musste er sein Verhalten trotzdem erklären.

Rakocz nickte langsam. Gegen 16 Uhr erschien ihm schon sympathischer. Die Wahl, die er nun zu treffen hatte, ließ Rakocz seufzen. Würden sie im Garten reden? Vermutlich nicht. Er wäre wieder viel zu eingenommen von der fremden Umgebung und dem schönen Wetter. Außerdem wollte er dieses Gespräch nicht draußen führen. Jedenfalls nahm er an, dass er dieses Gefühl entwickeln würde, trotz fehlender Nachbarn. "... der Garten klingt verlockend", äußerte er langsam, "aber.. davor.. ich muss wissen.." Er konnte es nicht. Konnte nicht aussprechen, was ihn belastete, war sich aber sicher, dass Taréy ihn verstehen würde. 

Tarey seufzte. Es würde nicht einfach werden Rakocz die Situation zu erklären, das merkte Taréy jetzt schon. "Dann lass uns zumindest mal in die Richtung gehen. Hier sind zu viele Leute, die hier rumlaufen." Er spielte auf die Diener an, die damit begannen, das Essen wieder wegzuräumen. Es war Taréy unangenehm etwas intimes vor seinen Bediensteten zu besprechen. Zwar wussten sie alle von seinen etwaigen nächtlichen Besuchern und sie konnten auch nichts dagegen einwenden, doch er wollte trotzdem keine Gelegenheit schaffen, dass die Bediensteten Dinge mitbekamen, die sie eigentlich gar nichts angingen.

Rakocz erhob sich. Jetzt, wo das Gespräch immer näher rückte, verflog allmählich das Gefühl der Geborgenheit und machte dem von Sorge, Angst und Verletzlichkeit Platz. Dass sie nicht hier reden mussten, wo die Bediensteten anfingen, alles abzuräumen, beruhigte und verunsicherte ihn gleichermaßen. Er würde ihnen gern irgendwie helfen beim Aufräumen - und wenn es nur war, um dem dringend notwendigen Gespräch zu entkommen. 

Tarey merkte, dass es Rakocz unbehaglich wurde. Er wusste aber nicht wirklich, was er dagegen tun sollte. Er erhob sich einfach nur und bedeutete Rakocz, dass er ihm folgen sollte. Etwas bedrückt ging der Größere den Gang entlang und beschloss einfach mal neutrales Gebiet aufzusuchen: einen relativ kleinen Raum mit nichts anderem als einem Tisch, zwei bequemen Stühlen und einem Fenster. Trotz der,im Vergleich zu anderen Räumen, geringen Größe des Raumes, wirkte er dennoch sehr freundlich. "Das ist vielleicht besser als der Garten oder mein Zimmer." Meinte er leise. Hier konnte man gut reden - obwohl der Raum eigentlich zum ungestörten Schachspielen gedacht war. Taréy setzte sich in einen der Sessel und holte einmal tief Luft, bevor das Gespräch beginnen würde.

Rakocz folgte Taréy still. Die Unbeschwertheit, die er während Taréys Klavierspiel empfunden hatte, war verschwunden. Auch der Ältere erschien ihm plötzlich ziemlich still und angespannt. Als sie in einem neuerlich fremden Raum Halt machten, sah Rakocz sich um und nickte schließlich, ehe er sich in den anderen Sessel sinken ließ und nervös die inzwischen vor Sorge klammen Finger ineinander verhakte. Es würde ihm sicher nicht gefallen, was er hören würde, doch er zwang sich, Taréy anzusehen und ihm - hoffentlich aufmunternd - zuzunicken. 

Tarey war unschlüssig. Wie bitte sollte er jemandem wie Rakocz erklären, dass er damals einfach das Bedürfnis verspürt hatte, dass er gevögelt werden wollte? Es war eine so komische Situation gewesen, dass er einfach nicht mehr darüber nachdenken hatte wollen. Nach einem neuerlichen Seufzen setzte er schließlich zu einer Erklärung an. "Damals als wir Eis essen waren hatte ich plötzlich das Gefühl alles falsch gemacht zu haben. Ich habe dich überfordert, dann habe ich mich überfordert und dann hat es sich so angefühlt, als wäre einfach alles falsch gewesen... Ich wollte einfach nicht mehr darüber nachdenken, dass ich dich in eine schwierige Situation gezogen habe und ich wollte auch nicht darüber nachdenken, warum ich das denn überhaut getan habe. Außerdem war da noch ein anderer Grund... Es hat mit meinen Eltern zu tun, aber darüber will ich jetzt eigentlich nicht reden. Es war einfach alles zu viel. Ich hab es nicht mehr ausgehalten.Ich wollte einfach gar nichts mehr denken. Also wollte ich nach Hause gehen und einfach eine Nach darüber schlafen. Und dann habe ich Finn im Park getroffen. Und ich wollte einfach meine Gedanken vergessen. Ich habe diese ... diese körperliche Nähe gebraucht." Er bemühte sich so zu erklären, ass es vielleicht halbwegs verständlich sein würde. Und er drückte es so aus, dass es möglichst unschuldig klang.

Rakocz hörte aufmerksam zu, wenngleich er den Blick wieder aus dem Fenster richtete. Sobald Taréy Finn erwähnte, presste Rakocz die Lippen so fest zusammen, dass es schmerzte. Gleichzeitig kam es nicht gegen den Schmerz der Erinnerung an, als vor seinem inneren Auge das Bild der beiden auftauchte, eng aneinander geschmiegt. Etwas aber irritierte ihn. Was meinte Taréy mit 'diese körperliche Nähe'? Das klang... zu harmlos. Zu umschreibend. Rakocz war zwar unschuldig, aber nicht blöd und so, wie Erkennen durch seine Gehirnwindungen strömte, schnappte er entsetzt nach Luft, während seine Wangen ganz blass wurden. "Moment. Das heißt, ihr habt..?! Nicht nur.. nicht nur geküsst?"

Tarey schlug sich innerlich mit der Hand gegen die Stirn. Rakocz hatte es nicht gewusst?!? Er hatte gedacht, dass es Finn nur geküsst hatte? Oh my... Taréy hatte es mit seiner 'Erklärung' also gerade nur mehr schlimmer gemacht. "Nein, wir haben uns nicht nur geküsst. Wir haben miteinander geschlafen." Es sprach es jetzt einfach aus, etwas zu verheimlichen brachte jetzt auch nichts mehr. 

Rakocz schüttelte mit dem Kopf, als könne er das Gehörte damit abschütteln. Erst umgarnte ihn Taréy, nur, um dann mit einem anderen ins Bett zu steigen? Das hieß doch, dass es vermutlich häufiger so lief. Er wollte nicht schlecht über Taréy denken, doch die fast tonlosen Worte kamen über seine Lippen, bevor sie wirklich in seinen Gedanken angekommen waren: "Das heißt also, du küsst öfter einfach so fremde Leute wie mich auf dem Schulhof? Bist sogar noch so freundlich, und entschuldigst dich dafür - um sie am Ende in dein Bett zu schleppen? Und wenn das nicht klappt, dann..." Rakocz blinzelte und wandte den Blick ab. Nicht vor Ekel, sondern einfach, weil es ihn schmerzte. "..dann nimmst du eben den erstbesten anderen?" 

Tarey wurde nun bewusst, dass er das 'erklärende' Gespräch nun ganz ruiniert hatte. Aber er würde Rakocz deswegen auch nicht anlügen. Er war nun mal einfach so, wie er war. "Ich habe nie behauptet, dass ich nicht mit vielen Jungs schlafe. Das heißt aber nicht, dass sie mir etwas bedeuten. Das sind ... Bedürfnisse." Aber ihm fiel etwas auf. Wäre Rakocz genauso schockiert und aufgebracht, wenn er nicht irgendetwas für ihn empfinden würde? Hieß die Reaktion des Kleineren nicht, dass zumindest eine gewisse Zuneigung gegeben war, sodass er eifersüchtig auf Finn geworden war? "Aber ich schließe aus deiner Reaktion, dass ich dir zumindest irgendetwas bedeute, ansonsten wärst du doch nicht so wütend. Wie gesagt, es ist nur Sex. Bisher hat mir noch keiner von denen, mit denen ich geschlafen habe, irgendwie das Gefühl gegeben, dass ich mehr mit ihm zu tun haben möchte... Mit dir ist das aber anders ..." Die letzten Worte sprach er nur mehr leise aus. Es war ihm irgendwie peinlich das auszusprechen. Bisher hatte er einfach wirklich noch keine Erfahrung gehabt was Verliebtssein oder dergleichen anging. Vielleicht hatte er sich auch deswegen so blöd benommen.

Rakocz wusste nicht, wie er auf die Geständnisse reagieren sollte. Es war zu viel. Zu viel, was er nicht verstand oder nicht verstehen wollte und was gleichzeitig schmerzte, weil er den Sinn hinter den Worten eben doch verstand. Taréys Bekanntschaften bedeuteten ihm also nichts. Aber warum war Rakocz dann hier? Hatte es an Taréys Ego gekratzt, dass er ihm nicht gleich so verfallen war wie die anderen? - 'Mit dir ist das aber anders.' Rakocz' Kopf schnellte herum. Moment, was? Das.. konnte Taréy nicht ernst meinen, oder? Rakocz schluckte, schloss die Augen. Verbot sich die Hoffnung auf Wahrheit in diesen Worten, denn ja: Taréy bedeutete ihm auf absurde Weise etwas. "Ich.. ich..", stotterte er. Unruhig erhob er sich von seinem Platz und ging zum Fenster, sah hinaus, wollte weg - einfach nur weg. Die Gedanken sortieren, die Gefühle löschen. Denn es war schließlich nur Sex - also, nur ein Kuss, nicht wahr? 

Tarey verstand nicht, was in Rakocz vorging, er konnte es nicht auf dessen Gesicht ablesen. Dort standen nur Verwirrung und Unglauben geschrieben. "Meinst du, ich versuche einfach nur zum Spaß zu erklären, warum ich das damals getan habe? Nein. Ich möchte, dass du verstehst. Ich bin nun einmal so wie ich bin. Aber wie gesagt, es waren nur Bedürfnisse. Das musst du doch auch kennen ... Nur dass ich dann eben ..." Er sagte jetzt besser nicht mehr, was er dann normalerweise tat, das wäre wahrscheinlich wieder zu viel gewesen. "Ich möchte einfach, dass du nicht wütend auf mich bist und dass ich dich besser kennenlernen kann. Du hast einfach irgendwie meine Aufmerksamkeit auf dich gezogen." Als Rakocz dann aufstand und zum Fenster hinüberging, wusste Taréy nicht recht, was er jetzt tun sollte. Schlussendlich stand er jedoch auch auf und ging zögerlich zu Rakocz hinüber. Er stich dem Kleineren zärtlich und behutsam über den Arm, brachte sich dann jedoch wieder auf Abstand - etwas anderes könnte sein Gegenüber wohl nicht gut gebrauchen. "Du bedeutest mir sehr wohl etwas ..."

Rakocz wusste, dass Taréy recht hatte: bei jemandem, der ihm nichts bedeutete, würde er sich sicher nicht die Mühe machen, sich zu erklären. Eine kleine, fiese Stimme in seinem Kopf wisperte allerdings etwas von Herausforderung. Die Bedürfnisse, die Taréy da ansprach.. nun... tatsächlich war sich Rakocz nicht sicher, ob er sie kannte. Er hatte sich immer verboten, Jungen anzusehen, und Mädchen hatten ihn nicht interessiert. Deshalb zuckte er nur ein wenig unbeholfen mit den Schultern. Als Taréy dann schließlich schräg hinter ihn trat und ihn sacht am Arm berührte, schloss Rakocz die Augen. Der kurze Kontakt tat gut und verwirrte Rakocz noch mehr. "Ich weiß.. einfach nicht, was ich mit.. all dem anfangen soll. Mit dir, meinen Gedanken, diesen seltsamen Gefühlen. Einfach.. alles", hörte er sich nach einer Weile sagen. "Es macht mir Angst." 

Tarey hörte Rakocz aufmerksam zu. Es hörte sich irgendwie so an, als wüsste Rakocz nicht wirklich weiter. Es wirkte auf Taréy so, als würde er es alleine nicht schaffen, als bräuchte er die Führung von jemandem, der sich besser mit solchen Dingen auskannte. War es vielleicht wirklich so? War Rakocz einfach zu schüchtern und ängstlich, als dass er sich selbst von sich aus erlauben würde etwas zu fühlen, was manch anderer als 'abartig' und 'widerlicht' bezeichnen würde? Taréy trat wieder ein paar Schritte auf Rakocz zu, ganz langsam und behutsam. "Dann denk einfach nicht. Denk nicht darüber nach, sondern fühl einfach." Taréy nahm das Gesicht des Kleineren in seine Hände und senkte seine Lippen auf die von Rakocz. Es war ein sanfter Kuss, einer von der Art, die beruhigen und entspannen. Der Kuss dauerte nur wenige Sekunden an, ehe Taréy wieder einen Schritt zurücktrat und sein Gegenüber anlächelte. "Und, was hast du gespürt?"

Rakocz drehte sich langsam zu Taréy, als dieser sich ihm erneut näherte. Er wusste nicht, wohin es ihn - nein, sie beide - führen würde, wenn er das zuließ. Würde er dann eine weitere Bettgeschichte für den Älteren abgeben? So, wie die Hände sich an sein Gesicht legten, schloss er die Augen und seufzte. Kurz darauf riss er sie allerdings wieder auf, als er Taréys Lippen auf seinen spürte. So weich und so warm, so unglaublich sanft. Fast wie auf dem Schulhof. Sein Herz stolperte nervös und ganz automatisch hob sich eine Hand, die unsicher in der Luft schwebte, bis sie sich schließlich gegen Taréys Brust senkte - allerdings nicht, um ihn wegzudrücken. Taréy schien die Geste allerdings falsch zu verstehen, denn er trat einen Schritt zurück. Frustriert stieß Rakocz die Luft aus, ehe er Taréys Blick unsicher auswich. "Es.. es war.. gut?", gab er zögernd zu. 

Tarey atmete erleichtert aus, als er diese Antwort hörte. Ein dezentes Lächeln erschien auf seinem Gesicht, ehe er Rakocz Hand nahm und meinte: "Komm, dann lass uns jetzt raus gehen. Ich werd dir einfach ab jetzt beweisen, dass ich das, was ich gesagt habe, ernst meine."

_________________________________

Nach oben Nach unten
17.06.18 11:30

avatar

Alter : 27 Jahre
Geschlecht : männlich
Größe Mensch : 1,82
Größe Wolf : 88cm
Andere Charaktere : keine

Benutzerprofil anzeigen
Platz
halter


Wirklich verstanden, was in den letzten Minuten geschehen war, hatte Rakocz noch nicht. Eigentlich verstand er gar nichts mehr, trotz der Erklärung von Taréy. Oder auch gerade deswegen. Es gab eigentlich keinen Grund für den Älteren, ihm alles zu beichten. Und für Rakocz gab es, rein rational betrachtet, keinen Grund und kein Recht auf seine Eifersucht.
Weshalb der Kuss ihm gefallen und gut getan hatte, konnte er auch nicht verstehen. Dennoch ließ er es zu, dass Taréy seine Hand nahm. Dabei stellte er fest, dass sie noch immer ganz kalt war. Ganz langsam schlossen sich seine Finger um Taréys. Nach draußen? Das klang gut. Sonne, Wärme. Natur.
"Kannst du das denn?", waren die Worte schneller gesprochen, als ihm lieb war. Er wollte die Antwort nicht hören. Zumal er gar nicht wusste, ob er mehr Nähe zulassen wollte. Was, wenn Taréy seine ... Bedürfnisse, wie er es genannt hatte, nicht stillen konnte und schließlich doch wieder zu Finn oder irgendeinem anderen Jungen ging?
Rakocz schüttelte verwirrt den Kopf. Was war nur los mit ihm? Er wollte doch nach wie vor nichts von einem Jungen, oder? - Außer von Taréy, wie es schien.

_________________________________

Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte

Nach oben Nach unten
 

Tomorrow.

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 2Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter

Sie können in diesem Forum nicht antworten